Passagierschiffe im Helgolanddienst
Meldungen aus dem 2. Halbjahr 2017

(Fahrplandaten der Reedereien ohne Gewähr)

 

15. Oktober 2017 - Aufbruch zu neuen Ufern

 

Ein letztes Mal mit dem "Halunder Jet" nach Helgoland

Abschiedsakt im Goldenen Oktober

 

 

Bericht in Planung!!!

 

 

 

9. September 2017 - Vom Blauen Hafen zum Roten Felsen

 

Bericht in Vorbereitung!!!

 

 

 

26. August 2017 - Mit der "Europa" nach Helgoland

 

Einmal pro Jahr veranstaltet Hapag-Lloyd Cruises auf seinem Kreuzfahrtschiff M/S Europa ein Gourmetfestival. Das Event trägt traditionell den Namen "EUROPAs Beste" und fand in diesem Jahr im Rahmen einer dreitägigen Kreuzfahrt von Hamburg nach Helgoland und zurück erstmals vor heimischer Kulisse statt. 

 

 

Kreuzfahrten mit der "Europa" sind für exzeptionelle Reiseerlebnisse bekannt. Damit geht es schon beim Einschiffen in Hamburg am 25. August 2017 los, denn die "Europa" hat nicht an einem der Hamburger Kreuzfahrtterminals festgemacht, sondern an der Überseebrücke, und die Fahrgäste werden mit den eigenen Tendern der "Europa" vom Anleger Sandtorhöft an der Kehrwiederspitze zum Schiff gebracht.

 

 

 

Außergewöhnlich: Tendern in Hamburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An Bord angekommen.

 

 

 

 

Heimathafen der "Europa" ist Nassau auf den Bahamas, den Bug ziert aber das Hamburger Wappen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das offene Deck unterhalb der Brücke mit Ausblicksmöglichkeit Richtung Bug.

Häufig wird bei modernen Kreuzfahrtschiffen dieser Bereich für Suiten aus dem Highend-Preissegment

geopfert - nicht so bei der "Europa".

 

 

 

 

Gediegenes Ambiente auch im Inneren - hier das Atrium (oben) und die Europa Lounge.

 

 

 

 

 

Der Berlitz Cruise Guide bescheinigt der "Europa" (zum 17. Mal in Folge) die Bestnote 5-Sterne-Plus.

Weltweit tragen nur zwei Schiffe diese Auszeichnung - die "Europa" und die "Europa 2".

 

 

 

 

 Blick von der an der Überseebrücke liegenden "Europa" auf die Hamburger Skyline - rechts im Bild die "Elphi".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beginn des Gourmetdinners

um 19:00 Uhr

auf dem Lido Deck.

 

 

Zusätzlich wird auch noch ein Gala-Menü

im Europa Restaurant auf Deck 4 angeboten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Einbruch der Dunkelheit hat man vom Gourmetfestival auf dem Lido Deck einen

phänomenalen Blick auf den Hafen und die Stadt.

 

 

 

Gegen 1:00 Uhr verholt die "Europa" von der Überseebrücke zum Kreuzfahrtterminal in der HafenCity (West).

 

 

 

Am frühen Morgen des 26. August 2017 am Anleger in der HafenCity. 

 

 

 

 

Um 9:00 Uhr macht sich die "Europa" auf den Weg elbabwärts.

 

Unten ist rechts vom Flaggenmast am Bug der "Europa" der "Halunder Jet" zu erkennen, der gerade von den St. Pauli Landungsbrücken ablegt, sich auch genau um 9:00 Uhr auf die Reise nach Helgoland begibt und Stunden vor der "Europa" auf dem Roten Felsen eintreffen wird. 

 

 

 

 

 

Die schönste Yacht der Welt - so heißt es in einem Werbeslogan von Hapag-Lloyd - passiert die Elbphilharmonie.

 

 

 

 

Das Auslaufen aus Hamburg ist jedes Mal wieder ein Highlight.

An Backbord das Musical-Theater "König der Löwen" (oben), an Steuerbord die St. Pauli Landungsbrücken.

 

 

 

 

 

Am Karfreitag 2017 nahm das FRS-Tochterunternehmen HanseFerry den Fähr- und Ausflugsverkehr zwischen St. Pauli Landungsbrücken und Blankenese mit M/S Seebad Juliusruh auf. Die "Europa" begegnet diesem inzwischen in "Kleine Freiheit" unbenannten Schiff im Hamburger Hafen.

 

Von dort geht es vorbei ...

 

 

... am Süllberg in Blankenese, ...

 

 

... an der Schiffsbegrüßungsanlage Schulau in Wedel, ...

 

 

... an der Hetlinger Schanze mit den höchsten Freileitungsmasten Europas, ...

 

 

... an den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel und ...

 

 

... an der Alten Liebe in Cuxhaven ...

 

... in die Nordsee mit Kurs Helgoland.

 

 

 

Verehrte Fahrgäste, vor uns nun die Insel Helgoland ...

 

Unweigerlich fühlt man sich bei diesem Motiv an die Traditionsfahrten vergangener Jahre erinnert:

Der Rote Felsen über dem Vorschiff und dazwischen das Wappen von Hamburg.

 

Häufig steuern von Hamburg kommende Kreuzfahrtschiffe die Insel weiter südlich an und ziehen dann zunächst an der Westseite vorbei. Die "Europa" hält allerdings direkt auf die Helgoländer Südreede zu.

 

 

 Der Lotse nähert sich mit dem Börteboot, zu sehen oberhalb der Hamburg-Fahne.

 

 

 

 

Das Börteboot "Rasmus" längsseits der "Europa".

 

 

 

 

 

"Rasmus" auf dem Rückweg zur Insel (oben).

Unten ist die genau entgegengesetzte Szene vom Felsen aus zu sehen.

 

 

 

 

Von der Brücke erfolgt die Information, daß am Ankerplatz eine Wassertiefe von 15 Metern vorzufinden sei und die Ankerkette mit einer Länge von 150 Metern ausgebracht werde.

 

 

Nachdem der Anker zu Wasser gelassen wurde, werden die Tenderboote klar gemacht.

 

 

 

 

Während auf der "Europa" noch die Vorbereitungen für den Landausflug laufen,

sind die Seebäderschiffe schon wieder auf dem Rückweg:

 

 

Die Route nach Bremerhaven führt die "Fair Lady" beim Auslaufen von der Helgoländer Reede

genau zwischen der Insel und der "Europa" hindurch.

 

 

 

 

Die "Fair Lady" direkt neben der "Europa".

 

 

 

 

Es geht weiter mit der "Helgoland".

 

 

 

 

Die Route nach Cuxhaven führt eigentlich nicht zwingend an der "Europa" vorbei, jedoch macht die "Helgoland" extra einen Schlenker um das Kreuzfahrtschiff. Ein toller Service für die Sehleute unter den Passagieren.

 

 

 

 

"Helgoland" trifft "Europa".

 

 

 

 

Der Katamaran wählt die direkte Route ohne Umweg. Der "Halunder Jet" ist halt ein Schnellschiff...

 

 

 

 

Einstimmung auf den Inselbesuch.

 

 

 

 

Vom Falm sind die Kreuzfahrtschiffe auf der Reede immer wieder ein attraktiver Anblick.

 

 

 

 

Die "Europa" vom oberen Punkt des in diesem Jahr komplett umgestalteten Invasorenpfads.

 

 

 

 

Auf der Helgoländer Landungsbrücke benutzen die Tender der "Europa" die Treppe 3.

 

 

 

 

 

Mit dem Tender zurück zum Schiff. 

 

 

 

 

 

Die "Europa" kurz vor der Abfahrt.

 

 

 

 

Nachdem der Anker eingeholt wurde, passiert die "Europa" ab 20:30 Uhr zunächst die Westseite Helgolands und hält sich dann einige Seemeilen nordwestlich der Insel auf. Gegen 23:00 Uhr beginnt die nächtliche Rückfahrt nach Hamburg.

 

 

 

Am Morgen des 27. August 2017 ist Hamburg wieder erreicht, und die "Europa" macht gegen 7:00 Uhr am Kreuzfahrtterminal in der HafenCity fest. Nach dem Frühstück endet hier diese kurze, aber unverwechselbare Reise.

 

 

 

 

Für Fotos zu diesem Bericht bedanke ich mich bei Gerald Glanz und Dennis Schmidt.

 

 

 

Sommersaison 2017

 

 

Anfahrt auf Helgoland.

 

 

Die Flotte im Überblick

 

 

Im Jahr 2017 gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen in der Flotte. Täglich laufen wieder fünf Schiffe die Insel an, durch den einmal pro Woche nach Helgoland verkehrenden "Adler-Express" sind es immer montags sogar sechs. Obiges Foto zeigt alle sechs Schiffe auf Helgoland (v.l.): "Funny Girl" und "Fair Lady" auf der Reede, "Lady von Büsum" und "Adler-Express" am Binnenhafen sowie im Südhafen der "Halunder Jet" rechts oberhalb der Biologischen Anstalt und schließlich rechts am Bildrand die Aufbauten der "Helgoland". Früher einmal lagen die Seebäderschiffe geschlossen auf der Reede mit der Landungsbrücke als zentrale Drehscheibe für den Personenverkehr. Das Foto oben verdeutlicht, wie weit auseinander gezogen die Schiffe heute liegen und wie voneinander abweichend die Wege auf der Insel zu ihnen sind.

 

 

 

Die drei unverändert noch vor Helgoland ankernden Schiffe "Lady von Büsum", "Funny Girl" und "Fair Lady" (v.l.),

in diesem Fall auf der Nordreede.

 

 

 

Wie im letzten Jahr werden noch acht Boote im Anlandungsdienst eingesetzt: "Claudia", "Pirat", "No.1", "No.6", "Rasmus", "Sellebrunn", "Atlantis" und "Hamborger Lock". Wie viele davon gleichzeitig eingesetzt werden, scheint mit der Anzahl der über die Reede zu befördernden Passagiere zu korrelieren. Meist kann man sechs Boote gleichzeitig im Einsatz sehen, die sich tageweise abwechseln.

 

 

Die Flotte im Detail

 

 

Für den "Halunder Jet" ist 2017 nach 14 Jahren die letzte Saison im Helgoland-Verkehr, bevor er im nächsten Jahr einem größeren Neubau Platz machen wird. Bis dahin steuert der Katamaran die Insel komplett unverändert zum Vorjahr täglich von Hamburg und Cuxhaven an, an fünf Tagen pro Woche auch von Wedel. Zudem kommen Zusatzfahrten von und nach Cuxhaven sonntags in der Hochsaison und zu Feiertagen sowie auch einige Windpark-Sonderfahrten.

 

 

 

 

 

Die "Helgoland" während ihrer zweiten Sommersaison.

Der jüngste Vertreter der Helgoland-Flotte fährt ganzjährig von Cuxhaven zum Roten Felsen, auch wenn die Wellen etwas höher schlagen, wie auf dem unteren Foto zu sehen.

 

 

 

 

 

 Nach wie vor ist die Strecke Bremerhaven - Helgoland die Stammroute der "Fair Lady". Die Anzahl der Abfahrten von und nach Hooksiel wurde aber noch einmal von 22 auf 26 aufgestockt. Die entsprechende Nachfrage scheint vorhanden zu sein, und augenscheinlich erfreuen sich die Fahrten auch größer Beliebtheit. An Hooksiel-Tagen erfolgt die Anbindung an Bremerhaven mit einem Bus-Shuttle und M/S Helgoland via Cuxhaven.

 

 

 

 

 

Die "Funny Girl" und die "Fair Lady" gleichen sich zwar nicht wie ein Ei dem anderen, sind als Schwesterschiffe äußerlich aber nahezu identisch. Wie die beiden Bilder oben und unten belegen, hat sich die "Funny Girl" in diesem Jahr vom Aussehen her von ihrer Schwester allerdings etwas entfernt, denn im Züge der Modernisierung der Rettungsmittel verlor die "Funny Girl" zu Gunsten von Rettungsinseln die beiden Rettungsboote links und rechts am hinteren Ende der Schornsteinattrappe. Bei der "Fair Lady" sind die Rettungsboote weiterhin vorhanden.

Die "Funny Girl" ist unverändert von Büsum aus im Einsatz. Auch der vor zwei Jahren eingeführte verlängerte Inselaufenthalt der "Funny Girl" an Samstagen wurde beibehalten.

 

 

 

 

Das zweite täglich von Büsum verkehrende Schiff ist die "Lady von Büsum". Die Abfahrt in Büsum erfolgt am Morgen fast schon urgeschichtlich stets um 9:15 Uhr. In diesem Jahr zog man vom 5. bis zum 10. und vom 18. bis zum 24. August die Abfahrt in Büsum allerdings auf 9:00 Uhr vor, um den Passagieren einen längeren Inselaufenthalt zu ermöglichen. Mehr Zeit auf der Insel ist prinzipiell nicht schlecht - bleibt allerdings zu hoffen, daß nicht irgendein Fahrgast das Schiff nur noch von hinten gesehen hat, denn die Ankündigung der vorgezogenen Abfahrt erfolgte auf der Homepage von Reederei Rahder unter dem Punkt "Fahrplanänderungen" recht spontan. Wer sich heute noch ausschließlich auf gedruckte Fahrpläne verläßt, kann verlassen sein.

 

 

Die "Lady von Büsum" steuert zum Ausbooten in der Regel einen Liegeplatz sehr dicht an der Insel zwischen Landungsbrücke und Binnenhafen an (Foto oben). Ankerte das Schiff nach dem Ausbooten in der Vergangenheit dann etwas weiter von der Landungsbrücke entfernt zwischen Insel und Düne, ist es aktuell regelmäßig zu sehen, daß die "Lady von Büsum" an der Außenpier der Zollmole festmacht (Foto unten). Auch im letzten Jahr konnte dieses Phänomen schon beobachtet werden, in diesem Jahr aber deutlich häufiger. Beim Einbooten bleibt die "Lady von Büsum" teilweise an der Zollmole liegen. Die Börteboote bringen die Fahrgäste von der Landungsbrücke zum Schiff, wo über die Pforte auf der Steuerbordseite eingestiegen wird.

 

 

 

 

 

Im Jahr 2016 steuerte das Einrumpfschnellschiff "Adler-Express" erstmals über die gesamte Saison den Roten Felsen an. Immer montags standen Fahrten von Nordstrand, Wittdün/Amrum und Hörnum/Sylt auf dem Programm. Dieser Fahrplan wurde exakt in das Jahr 2017 übertragen. Oben ist das Schiff bei der Anfahrt auf die Insel zu sehen, unten während der Liegezeit auf Helgoland. Im Gegensatz zum "Halunder Jet" und der "Helgoland", die im Südhafen festmachen, legt der "Adler-Express" am Liegeplatz der Frachtschiffe im Binnenhafen an. Unten ist hinter dem "Adler-Express" die "Lady von Büsum" an der anderen Seite der Zollmole zu sehen und dahinter Teilnehmer am Störtebeker Opti-Cup, einer Segelregatta für die Nachwuchsklasse. Auf der Landungsbrücke warten schon die ersten Fahrgäste auf das Einbooten zur "Fair Lady", die an diesem Tag eine sehr frühe Abfahrt nach Hooksiel hatte.

 

 

 

Fahrplanwesen

 

 

Die Abbildung oben zeigt die Abfahrtstafel für die Seebäderschiffe auf der Helgoländer Landungsbrücke im Normalzustand, d.h. wenn alle täglichen Verbindungen planmäßig durchgeführt werden können.

Die Abfahrtszeiten aller Schiffe stimmen mit dem Vorjahr überein. Die "Lady von Büsum" wird in diesem Jahr standardmäßig unverändert über die Treppe 3 eingebootet, die "Funny Girl" über die Treppe 5 und die "Fair Lady" über die Treppe 7. Im letzten Jahr wechselten die "Funny Girl" und die "Fair Lady" häufiger gegenseitig die Treppen, was in diesem Jahr nicht der Fall zu sein scheint. Die Treppe 6 und auch der mittlere Bereich der Auslegerbrücke (Treppe 4) werden auch in diesem Jahr planmäßig nicht zum Einbooten benötigt.

Für die im Südhafen abfahrenden Schiffe wird in diesem Jahr erstmals auch die Abfahrtszeit auf der Landungsbrücke angezeigt (bisher nur die Zielhäfen). Ein Hinweis auf den Zwischenstop des "Halunder Jet" in Wedel gibt es unverändert nicht.

 

Unvorteilhaft für die Gäste der "Funny Girl" und der "Fair Lady" ist die schwammige Definition der Abfahrtszeit. Wird in Printmedien und auf der Homepage der Reederei die Abfahrtszeit ab Helgoland Landungsbrücke mit 16:00 Uhr genannt, wird die Abfahrt des letzten Bootes ab Helgoland von der Reederei auf 15:50 Uhr festgelegt. Entsprechende Einträge werden dann natürlich auch für die Abfahrtstafel auf Helgoland übernommen. Für den Fahrgast ist primär nicht der Zeitpunkt, wann sein Schiff die Reede verläßt, sondern die Abfahrt des letzten Bootes ab Landungsbrücke entscheidend, sonst könnte es sein, daß eben dieser sich auf Helgoland um ein Hotel bemühen muß. Insofern sollte die Abfahrtszeit im Katalog, auf der Homepage, auf der Fahrkarte und auf der Abfahrtstafel auf der Landungsbrücke übereinstimmen, und diese sollte dann der Abfahrt des letzten Bootes entsprechen.

Nutzt man den Inselaufenthalt voll aus, was ja tendenziell nicht tadelnswert ist, und erscheint bewußt erst um 15:47 Uhr drei Minuten vor Abfahrt des letzten Bootes an der ordnungsgemäßen Einbootungstreppe und läßt des vorletzte Boot abfahren, wird man vom Zahlmeister sinngemäß gern in Kenntnis gesetzt, daß es jetzt zeitlich aber sehr eng wird. Vielleicht ist das ja erheiternd gemeint. Das Abreißen der Fahrkarte dauert ein paar Sekunden, das Passieren der Treppe mit Einsteigen ins Börteboot keine Minute. Und so sitzt der Fahrgast im fast menschenleeren letzten Boot, wartet auf den Einstieg des Zahlmeisters und fragt sich insgeheim, warum es eigentlich zeitlich sehr eng ist.                 

 

 

 

 

An Samstagen weicht die Abfahrtszeit der "Funny Girl" aufgrund des längeren Inselaufenthaltes unverändert zu 2016 von den anderen Wochentagen ab (letztes Boot erst 17:20 Uhr). Das obige Foto vom 5. August 2017 zeigt dieses Szenario.

 

 

 

 

Beim 7. August 2017 handelte es sich um einen Montag, an dem der "Adler-Express" planmäßig nach Helgoland verkehrte. Ein Hinweis auf das um 16:00 Uhr ab Binnenhafen wieder abfahrende Schiff war auf der Abfahrtstafel nicht vorhanden.

 

Der besucherstärkste Tag des Jahres 2017 mit 3.503 Besuchern war Montag, der 14. August. Verfolgt man die Besucherentwicklung über einen langen Zeitraum, ist der Montag als Wochentag für einen Saisonhöchstwert ungewöhnlich, erklärt sich aber dadurch, daß an diesem Tag eine sicherlich gut gebuchte Hooksiel-Fahrt auf dem Programm stand und zudem auch der ausgebuchte "Adler-Express" Fahrgäste nach Helgoland brachte.

Hier die Saisonhöchstwerte der Vorjahre zum Vergleich: 3.344 am 26. Juli 2016 (Dienstag), 3.462 am 13. August 2015 (Donnerstag) und 3.952 am 6. August 2014 (Mittwoch). Der absolute Höchstwert aus diesem Jahr liegt also vor den Werten aus 2016 und 2015.

 

 

 

 

Vorrangig bei Windrichtungen aus Süd bis Südost wird das Aus- und Einbooten von der Landungsbrücke zum Nord-Ost-Hafen verlagert. Wie üblich wird dann auf der Abfahrtstafel auf der Landungsbrücke auf diesen Umstand hingewiesen (Foto oben). Am Nord-Ost-Hafen findet man dann unverändert die Kreidetafel vor (Foto unten). Der Nord-Ost-Hafen ist mit zwei Treppen ausgestattet. Bei der Treppe 1 handelt es sich um den Abstieg gegenüber der Lesehalle, der als Treppe 3 bezeichnete Abgang befindet sich von der Aquariumstraße aus gesehen davor in Richtung östlicher Mole des Nord-Ost-Hafens. 

 

 

 

 

 

Der 4. August 2017 war ein stürmischer Tag, an dem die "Funny Girl", die "Lady von Büsum" und auch die "Fair Lady" witterungsbedingt die Fahrten absagten. Damit blieb die Reede an diesem Tag gänzlich leer. Die "Helgoland" und auch der "Halunder Jet" machten sich aber auf den Weg zur Insel und liefen planmäßig in den Südhafen ein. Die Tafel zeigt noch die Abfahrtszeit des "Halunder Jet" vom Vortag (korrekt für den 04.08.2017 wäre 16:30 Uhr).

 

 

 

Am 6. August 2017 kam es zu einer nicht alltäglichen Betriebssituation:

 

 

Aufgrund eines technischen Problems bei der Stromversorgung auf der "Funny Girl" wurde die Fahrt aus Büsum abgesagt.

 

Um so erstaunter war man, als die "Funny Girl" gegen 13:30 Uhr augenscheinlich mit Kurs Helgoland doch am Horizont auszumachen war.   

 

 

Es stellte sich heraus, daß die technischen Störungen schneller behoben werden konnten, als ursprünglich angenommen.

 

Um 14:00 Uhr traf die "Funny Girl" von Büsum kommend ohne Passagiere auf der Helgoländer Reede ein, um wenigstens noch die Rückfahrt planmäßig durchzuführen und den Übernachtungsgästen die gebuchte Rückfahrt zu ermöglichen.

 

Und so sah dann die Information hinsichtlich der "Funny Girl" auf der Abfahrtstafel am Nachmittag wieder völlig normal aus.

 

 

Ob die ungewöhnliche Abfahrtszeit um 16:00 Uhr der "Lady von Büsum" mit dem vermeintlichen Ausfall der "Funny Girl" in Zusammenhang steht, z.B. weil die "Lady von Büsum" als Ersatz für die ja sonst erst etwas später abfahrende "Funny Girl" in Erwägung gezogen wurde, konnte nicht geklärt werden.

 

 

 

Wie schon 2015 war auch dieses Jahr ein Helgoland-Besuch der "Cap San Diego" geplant.

Das Hamburger Museumsschiff sollte dafür erneut vor der Insel ankern und die Besucher wieder von der Landungsbrücke mit Börtebooten zum Schiff gebracht werden.

 

 

Leider spielte in diesem Jahr das Wetter nicht mit und der Termin mußte abgesagt werden (oben). Die Wellen waren einfach zu hoch, so daß das Übersteigen von den Börtebooten auf die "Cap San Diego" nicht möglich gewesen wäre.

So drehte das Museumsschiff eine Runde um den Roten Felsen (unten) und machte sich dann frühzeitig auf den Rückweg nach Cuxhaven.

 

 

 

 

 

Daß die Zeit wie im Fluge vergeht, merkt man unter anderem daran, daß die Dünenfähre "Witte Kliff" (oben) in dieser Saison schon seit 20 Jahren im Einsatz ist. 1997 löste die "Witte Kliff" als Basisschiff im Dünenverkehr die Börteboote ab, die fortan nur noch als Ersatz und als Verstärker zur Düne fuhren.

 

Auch 2017 werden Börteboote immer noch im Dünenverkehr eingesetzt. In der Hauptsaison fährt "Witte Kliff" tagsüber im Halbstundentakt zur Düne, auf Minute 0 und 30 ab Landungsbrücke sowie ab Dünenhafen ca. auf Minute 10 und 40. Ist bei gutem Wetter der Ansturm auf die Düne groß, wird der Takt verdichtet, so daß in Lastrichtung in etwa alle 15 Minuten ein Boot fährt. Für diese Verstärkerfahrten ca. auf Minute 15 und 45 ab Landungsbrücke sowie ab Dünenhafen ca. auf Minute 25 und 55 kommt dann ein Börteboot zum Einsatz. Die im Dünenverkehr eingesetzten Börteboote wechseln dabei regelmäßig. Auf dem Foto unten ist es die "Claudia", die sich vom Dünenhafen auf den Weg wieder zurück zur Landungsbrücke macht.

 

 

 

 

20 Jahre Katamaran

 

20 Jahre ist es jetzt schon her, daß urplötzlich am 4. Juli 1997 mit dem aus Norwegen gecharterten Katamaran "Vargøy" erstmals täglich ein Schnellschiff im Helgoland-Verkehr eingesetzt wurde - die Geburtsstunde einer Entwicklung, die den Helgoland-Verkehr grundlegend verändert hat und von der man, zum Zeitpunkt, als das nachfolgende Foto entstand, die einschneidenden Auswirkungen und die Tragweite noch gar nicht erfassen konnte.

 

 

In der Anfangszeit machte der Katamaran "Vargøy" häufig an der Zollmole im Binnenhafen fest, die ja auch aktuell wieder dem "Adler-Express" als Anleger dient. Hinter der "Vargøy" ist die "Lady von Büsum" zu sehen, dahinter die "Pidder Lyng", dahinter die "First Lady" und noch einmal dahinter die "Helgoland" (ex-Alte Liebe). Rechts davon ankert die "Wilhelmshaven". Von diesen fünf Seebäderschiffen ist nur noch ein Exemplar im Helgoland-Verkehr unterwegs.

 

 

 

Den Katamaran "Vargøy" gibt es auch heute noch. Das Schiff heißt jetzt allerdings "Conkbayiri" (Foto oben), ist in Istanbul beheimatet und unter türkischer Flagge aktuell in den Dardanellen unterwegs.

 

 

 

Der letzte Sommer

 

Die "Vargøy" war also der Vorreiter im maritimen Schnellverkehr nach Helgoland. Schiffe der ersten Generation waren auch die sehr ähnlichen "Hanse Jet" und "Baltic Jet" (später "Hanse Jet II"), die kurz danach folgten. 2002 und 2003 kamen dann mit dem "Flying Viking" und dem "Halunder Jet" größere und modernere Schiffe der zweiten Generation zum Einsatz. Nun steht ein erneuter Umbruch bevor, auf den das Bordbuch des "Halunder Jet" die Fahrgäste schon innerlich einstimmen möchte. Dort steht geschrieben: "In dieser Saison heißt es Abschied nehmen vom "Halunder Jet", ..." und "Für Sie steht dann ein neues Schiff bereit, ...". Wie auf nordreport.de mehrfach berichtet, wird der "Halunder Jet" dann an der amerikanischen Westküste im Einsatz sein. Grund genug, noch einmal ausgiebig die Kamera zu zücken und das Schiff letztmalig in heimischen Gefilden abzulichten:

 

 

Im Helgoländer Südhafen.

 

 

 

 

 

Vor der Köhlbrandbrücke in Hamburg.

 

 

 

 

Die Nordsee ist kein Ententeich.

 

 

Tschakka!!!

 

 

 

Immer wieder montags

 

Im Vergleich zu den arrivierten Vertretern der Helgoland-Flotte ist der "Adler-Express", der normalerweise im Wattenmeer Nordfrieslands zu Hause ist, immer noch ein kleiner Exot. Immer nur montags kann man ihn vor der Helgoländer Kulisse ablichten, wenn das Wetter es denn zuläßt. Und wenn sich dann die Gelegenheit ergibt, bringt der Shipspotter natürlich seine Kamera in Position:  

 

 

Im Helgoländer Binnenhafen - einmal von Steuerbord, einmal von Backbord.

 

 

 

 

 

Vor Falm und Südstand.

 

 

 

Der "Adler-Express" auslaufend Helgoland mit der "Fair Lady" und der ebenfalls abfahrenden "Lady von Büsum".

 

 

 

Inselrundfahrten

 

Die Inselrundfahrten mit dem auffällig in blauer Farbe lackierten Boot "Ede K" finden unverändert statt. Dies gilt auch für die Ausflugsfahrten mit dem Katamaran von EMT, allerdings hat sich der Name des Schiffes geändert.

 

 

Im letzten Jahr noch "Wight Huntress II" - jetzt "Nathurn". Und am Heck weht nun die Helgoländer Flagge.

 

 

 

Börteboot-Regatta 2017

 

Traditionell am 10. August wurde die 63. bzw. 64. Auflage der Börteboot-Regatta (je nachdem, welche Quelle man befragt) mit anschließendem Brückenfest durchgeführt. Natürlich konnte man auch in diesem Jahr als Passagier dabei sein.

 

 

Nach Aufnahme der Fahrgäste warten die Börteboote zwischen der Landungsbrücke und dem Binnenhafen auf den Start.

 

 

 

 

Start des ersten von vier Rennen, in denen die Boote nach Maschinenleistung einsortiert werden. Es siegte das Boot "Meedland" im Hintergrund direkt vor der Landungsbrücke mit der schnellsten Zeit des Tages (21:12 Minuten).

Mußte im Vorjahr die Strecke aufgrund des starken Nordwindes noch verkürzt werden, konnte in diesem Jahr die gesamte Distanz bewältigt werden.

 

 

Die Börteboot-Regatta ist eine gute Gelegenheit, Boote mal wieder vor Helgoland in Aktion zu sehen, die in den vergangenen Jahren aus dem Anlandungsverkehr ausgeschieden sind und sich heute im Privatbesitz auf dem Festland befinden, für den Zeitraum der Regatta aber in die alte Heimat zurückkehren. 

 

 

Oben ist das auf dem Festland im Privatbesitz befindliche Boot "Steingrund" zu sehen.

Bei dem Boot "Störtebeker" (unten) handelt es sich dagegen um das vereinseigene Boot des VzEHB, des Vereins zum Erhalt Helgoländer Börteboote. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Helgoländer Börteboote in ihrem jetzigen Zustand zu erhalten.

 

 

 

 

 Parade von acht Börtebooten:

 

 

Thematisch hat dieses Foto keinen Zusammenhang zur Börteboot-Regatta, auch wenn man meinen könnte, es wäre bei der Regatta entstanden. Grund der sehenswerten Versammlung der Börteboote war nämlich eine Hochzeitsgesellschaft.

 

 

 

Kreuzfahrtschiffe

 

Auch 2017 ziehen die Kreuzfahrtschiffe auf der Helgoländer Reede wieder die Blicke auf sich.

 

 

Die für TransOcean fahrende "Astor" ist ein treuer Gast auf Helgoland.

Hier liegt das Schiff auf der Nordreede hinter der Jugendherberge. Die "Astor" ist inzwischen 30 Jahre alt. Trotz - oder vielleicht gerade wegen - des Alters überzeugt das Schiff mit seinem formschönen Design. Schaut man sich die hinteren Rundungen des Schornsteins und das Spiegelheck genauer an, könnte man fast meinen, der Architekt hat sich Stilelemente bei einem ehemaligen Helgoland-Schiff abgeschaut. Die "Astor" kann leicht mit dem fast baugleichen, jedoch 12 Meter kürzeren HADAG-Kreuzfahrtschiff verwechselt werden, das bereits 1981 auch unter dem Namen "Astor" in Fahrt kam und das in der Fernsehreihe "Das Traumschiff" als zweites von mittlerweile fünf Schiffen sechs Folgen lang als Kulisse diente, die in den Jahren 1983/84 ausgestrahlt wurden. In der Vergangenheit war auch die ursprüngliche "Astor" der HADAG für mehrere Jahre unter dem Namen "Astoria" für TransOcean im Einsatz und fährt jetzt aber als "Saga Pearl II" für Saga Cruises.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links ein Detailfoto des Schornsteins der aktuellen "Astor",

rechts ein Erinnerungsstück an Bord an einen Helgoland-Besuch des Schiffes im Jahr 2009.

 

 

 

Die ursprüngliche "Astor" der HADAG.

Das Foto entstand 1982 von der "Wappen von Hamburg" auf der Rückfahrt aus Helgoland.

Nach dem Wiederaufbau der Insel avancierte die HADAG zwischenzeitlich zur wichtigsten Reederei im Helgoland-Verkehr. Grün ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Sand - dieser Leitspruch Helgolands wurde auch in den Schornsteinfarben "Grün-Rot-Weiß" der Reederei deutlich, die nicht nur die Seebäderschiffe der HADAG zierten, sondern auch die Hafenfähren der HADAG in Hamburg und die darüber hinaus sogar mit der "Astor" um die Welt fuhren.

 

 

 

 

Im Abstand von genau 14 Tagen besuchten in diesem Sommer mit der "Europa" (Hapag-Lloyd, oben) und der "Amadea" (Phoenix, unten) zwei sehr prominente Vertreter aus der Flotte der Cruise Liner den Roten Felsen. Die "Europa" gilt neben der "Europa 2" als weltbestes Kreuzfahrtschiff und wurde von Berlitz mit der Bestnote "5 Sterne Plus" ausgezeichnet. Bei der "Amadea" handelt es sich um das aktuelle ZDF-Traumschiff. Über die Anläufe der beiden Schiffe wird in den Artikeln

"26. August 2017 - Mit der "Europa" nach Helgoland" und "9. September 2017 - Vom Blauen Hafen zum Roten Felsen"

auf nordreport.de gesondert berichtet.

 

 

 

 

 

Wie schon im letzten Jahr kommt auch in diesem Jahr immer an Samstagen dem abends in Hamburg einlaufenden "Halunder Jet" die auslaufende "AIDAprima" entgegen. Damit wird es aber bald vorbei sein. Nicht nur, weil der "Halunder Jet" in Kürze nach Amerika aufbricht, sondern auch, weil die "AIDAprima" demnächst in Richtung Kanarische Inseln verlegt wird und dem Neubau "AIDAperla" Platz macht.

 

 

 

 

Auch der "Europa 2" ist der "Halunder Jet", wie auf diesem aktuellen Foto, schon häufig begegnet. Am 10.05.2013 z.B. beteiligte sich der "Halunder Jet" an der Begleitfahrt anläßlich der Taufe der "Europa 2" im Hamburger Hafen. 

 

 

 

Szenenwechsel an die Weser:

 

 

Kurz vor Erreichen der Stromkaje in Bremerhaven kommt der auf der Rückfahrt von Helgoland befindlichen "Fair Lady" die "Berlin" von FTI Cruises entgegen. Die "Berlin" folgte der "Astor" der HADAG als ZDF-Traumschiff Nummer 3 nach. Die "Berlin" konnte man auch schon vor Helgoland sichten - nicht in diesem Jahr, aber 2018 soll es wieder so weit sein.

 

 

 

Dampfeisbrecher "Wal"

 

 

Der Dampfeisbrecher "Wal" im Helgoländer Südhafen.

 

 

 

 

 

 

 

Der Helgoland-Besuch der "Cap San Diego" am 9. August 2017 konnte witterungsbedingt bekanntlich nicht stattfinden.

 

 

Mehr Glück hatte das in Bremerhaven beheimatete Museumsschiff "Wal", das zu einer Stippvisite zum Roten Felsen kam und am 25. August 2017 in einer ca. 2,5 Stunden dauernden Ausflugstour die Insel umrundete.

 

 

Für 30,- EUR (Kinder 15,- EUR) konnte man auf dieser außergewöhnlichen Fahrt dabei sein. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Werftschild, das mittig unter der Brücke angebracht ist, verrät, daß das Schiff 1938 bei den Oderwerken in Stettin gebaut wurde.

Bis 1990 war das Schiff im Nord-Ostsee-Kanal immer dann im Einsatz, wenn im Winter der Kanal zuzufrieren drohte. 

 

 

 

 

Es geht los.

 

 

 

 

Der Rote Felsen von der Schokoladenseite.

 

 

 

 

Auf der Brücke: Volle Kraft voraus rund um Helgoland.

 

 

 

 

Der Eisbrecher passiert die Nordspitze und setzt dann die Fahrt zwischen Felsen und Düne fort. Von dort geht es vorbei an der Landungsbrücke wieder zurück in den Helgoländer Südhafen.

 

 

 

Neue Südkaje

 

Die westliche Südkaje im Helgoländer Südhafen wurde mittlerweile fertiggestellt.

 

 

Blick auf die Südkaje von der westlichen Hafenmole aus gesehen. An der neuen Kaje liegen zwei Katamarane, die als Arbeitsschiffe für die Windparks rund um Helgoland zum Einsatz kommen. Rechts im Hinterland hat die "Helgoland" am Süddamm festgemacht.

 

 

 

 

Die neue Südkaje mit Blick Richtung Osten. Links auf dem Bild wurden neue Gebäude für Energieunternehmen gebaut, die für die Wartung der Windparks vor Helgoland zuständig sind.

 

 

 

Informationstafel auf der Südkaje (rechts).

 

Das Schild weckt den Eindruck, daß Besuchern der Weg in den touristischen Bereich der Insel aufzeigt werden soll.

 

Als es seinerzeit um die Inbetriebnahme der neuen "Helgoland" ging, konnte man frühere Veröffentlichungen so verstehen, daß die damals noch in Bau befindliche neue Südkaje auch von Passagierschiffen genutzt werden kann.

 

Das Hinweisschild mit der Wegbeschreibung könnte dafür sprechen, allerdings konnte mit eigenen Augen in diesem Sommer kein Passagierschiff an der Südkaje gesichtet werden.

 

Die Informationen auf der Südkaje sind somit offenbar eher für die Mitarbeiter der Energiefirmen gedacht. Passagiere der "Helgoland" und des "Halunder Jet" begeben sich vom Schiff meist direkt in den Ort und kommen ohnehin nicht in den neuen, westlichen Bereich der Südkaje.  

 

 

 

 

Im Helgoländer Südhafen benutzt die "Helgoland" weiterhin fast ausschließlich den östlichen Süddamm (oben).

 

In Ausnahmefällen macht die "Helgoland" aber auch am westlichen Süddamm fest (unten).

Dabei kann man erahnen, daß die abgesenkte Scheuerleiste an Backbord keine rutschfesten schwarzen Streifen aufweist, ganz im Gegensatz zur Schiene an Steuerbord. Über diese Seite verlassen nämlich im Normalfall diejenigen Fahrgäste das Schiff, die als Ausstiegsoption das Börteboot mit direktem Weg zur Düne gebucht haben.

 

 

 

 

Flugverkehr

 

Zum Abschluß traditionell wieder ein Blick auf die Passagierluftfahrt:

 

 

Unverändert zum Vorjahr steuert die OFD 2017 die Insel Helgoland mit jeweils bis zu vier Flugpaaren täglich von Cuxhaven/Nordholz und Heide/Büsum an.

 

 

 

 

Aufgrund gravierender Landverluste am Südstrand zwischen Landebahn und Aade sowie auf der Ostseite der Düne laufen bereits seit letztem Jahr in diesem Bereich umfangreiche Maßnahmen zum Küstenschutz. Vergleicht man das obige Foto mit jenem aus dem Vorjahr auf nordreport.de an dieser Stelle der Düne, sieht man unverändert die Matten auf dem Strand, die auf den Meeresgrund abgesenkt werden sollen. Zwar kann man auch Arbeitsschiffe im Hintergrund erkennen, die Felsbrocken zur Beschwerung herbeischaffen, rein optisch unterscheidet sich der Zustand der Baustelle am Strand jedoch nicht wesentlich vom Vorjahr. Dazu muß man allerdings wissen, daß die Arbeiten aus Naturschutzgründen nur in den Zeiträumen 15.07.2016 bis 20.10.2016 und 15.07.2017 bis 20.10.2017 erfolgen dürfen. Bei den genannten Perioden handelt es sich jeweils um die Zeit zwischen Ende der Vogelbrut und Anfang des Robbenwurfs.

 

 

 

 

Beim Südstand südlich der Landebahn konnten die Arbeiten dagegen schon beendet werden. Zieht man auch hier die Bilder aus dem Sommerbericht 2016 auf nordreport.de heran, ist deutlich zu sehen, daß der Bereich direkt vor der Landebahn, wo sich im letzten Jahr noch Seehunde und Robben im Wasser tummelten, mit Sand aufgefüllt worden ist. Somit ist es nun auch wieder bei Hochwasser möglich, die Landebahn südlich zu passieren und die Düne zu umrunden. Um das Areal rund um die Landebahn zu schützen, wurde die südliche Hakenbuhne des Südstands nach Osten verlängert.

 

 

 

Abseits des Linienverkehrs hat die OFD ein neues touristisch ausgerichtetes Angebot geschaffen. Gab es Erlebnisflüge zum Offshore-Windpark nördlich von Helgoland schon seit einiger Zeit, sind in diesem Jahr erstmals kurze Rundfluge um Helgoland durchgeführt worden.

 

 

Kennt man sonst nur von Postkarten: Außergewöhnliche Fotos aus der Vogelperspektive.

 

 

 

 

 

Die Rundflüge werden mit den Britten Norman Islandern BN-2 alternativ zur Standzeit auf Helgoland zwischen den Linienflügen durchgeführt. Die Flüge dauern ca. 10 Minuten und kosten 45,- EUR.

 

 

 

 

 

Zum Abschluß geht auch dieses Jahr wieder ein großer Dank an Dennis Schmidt für Informationen und Fotos, ohne die dieser Bericht nicht so umfang- und themenreich geworden wäre.

 

 

 

Zurück zur Küste - auf ein Neues in 2018.

 

 

 

 

Archiv: News aus dem 1. Halbjahr 2017

 


© 2017 Alexander David

    Letzte Aktualisierung: 15.10.2017