Passagierschiffe im Helgolanddienst
Meldungen aus dem 2. Halbjahr 2018

(Fahrplandaten der Reedereien ohne Gewähr)

 

30. Dezember 2018 - Helgoland zwischen den Jahren

 

Mit dem "Winter-Kat" zum Roten Felsen

 

Erstmals gibt es nun auch in der Winterzeit eine Direktverbindung von Hamburg nach Helgoland. Um den Jahreswechsel 2018/19 fährt der neue "Halunder Jet" an zehn Tagen mit Zwischenhalt in Cuxhaven zum Roten Felsen. Laut Fahrplan erfolgt die Abfahrt in Hamburg wie im Sommer um 9:00 Uhr, die Rückfahrt ab Helgoland erfolgt um 17:00 Uhr. 

 

 

Aufgrund der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung zwischen dem Äquator und den Polregionen kommt es auf der Erde ständig zu starken Temperaturunterschieden. Da diese in nördlichen Regionen im Winter besonders hoch sind, entwickeln sich in dieser Zeit häufiger Stürme, die auch über die Nordsee hinwegziehen und im Winterhalbjahr vermehrt für hohe Wellen in der Deutschen Bucht sorgen können. Insofern mußte man die Möglichkeit von Fahrplananpassungen durch stürmische See prinzipiell einkalkulieren.

 

Am 27. Dezember, dem ersten Betriebstag, und auch am 28. Dezember wurden die Fahrten planmäßig durchführt. Am Nachmittag des 29. Dezember und in der kommenden Nacht zog ein Sturmtief über die Insel, sodaß sich der "Halunder Jet" nach der planmäßigen Hinfahrt am 29.12.2018 um 12:45 Uhr sofort wieder auf die Rückfahrt nach Hamburg begab. Ein Tagesausflug war damit an diesem Tag nicht möglich.       

 

 

Am Morgen des 30. Dezember waren die Wellen in der Deutschen Bucht immer noch jenseits der zwei Meter. Da man noch die jüngsten Wetterberichte abgewartet hatte, wurde der "Halunder Jet" an diesem Tag erst um 9:00 Uhr in Hamburg bereit gestellt (Foto oben). Die Abfahrt erfolgte dann um 9:20 Uhr. Die Rückfahrt fand planmäßig statt.

 

 An Silvester war fahrplanmäßig keine Fahrt angesetzt. Die Fahrt an Neujahr mußte wegen Sturms mit Orkanböen komplett abgesagt werden. Das Wetter beeinträchtigte den Helgoland-Verkehr auch noch am 2. Januar, an dem der "Halunder Jet" die Nachwirkungen des Sturms abwartete und erst um 12:00 Uhr in Hamburg startete. Ein Tagesausflug war damit an diesem Tag nicht möglich. Die Rückfahrt erfolgte planmäßig. Am 3. Januar mußte die Helgoland-Fahrt wegen eines technischen Defekts am "Halunder Jet" abgesagt werden. Am 4. Januar erfolgte die Abfahrt auf Helgoland aufgrund stürmischer See bereits um 15:00 Uhr, am 5. Januar wurden auf der Hinfahrt zu hohe Wellen in Cuxhaven abgewartet, sodaß sich an beiden Tagen für Tagesgäste ein verkürzter Inselaufenthalt ergab. Am 6. Januar 2019, dem letzten Betriebstag, wurden die Fahrten planmäßig durchführt.

 

Somit war der "Halunder Jet" an acht von zehn geplanten Tagen im Helgoland-Einsatz. An sechs Tagen war ein Tagesausflug möglich, an vier davon mit einem fahrplanmäßigen Inselaufenthalt von 4 bis 4,5 Stunden.

 

Nach Ende der Einsatzzeit zählte man an acht Tagen 1355 Passagiere. Dies ist eine Auslastung von ziemlich genau 25%. Die Reederei zeigte sich mit diesem Ergebnis zufrieden.     

 

Nach dem Wintereinsatz wird der "Halunder Jet" in Havneby auf Rømø (DK) auf die neue Sommer-Saison vorbereitet.

 

 

 

 

Begegnung auf der Nordsee: Der "Halunder Jet" überholt auf der Fahrt zum Roten Felsen die "Helgoland".

 

Zwar fährt auch das reguläre Winterschiff seit der Fahrplanerweiterung im Winter 2013/14 annähernd täglich nach Helgoland und ermöglicht dadurch Tagesausflüge und generell eine deutlich bessere Erreichbarkeit der Insel auch außerhalb der Sommermonate, aber eben nur aus Cuxhaven. Für Fahrgäste aus Hamburg und Umland ist der direkt aus der Hansestadt verkehrende Katamaran daher möglicherweise eine bequeme Option.

 

 

 

 

Am 30. Dezember wurden wegen rauher See die vorderen Fenster des Hauptdecks in Cuxhaven für die Seestrecke mit Sturmdeckeln verschlossen. Diese sind nach der Ankunft des "Halunder Jet" im Helgoländer Südhafen noch zu sehen (Foto). Zurück wurde komplett ohne Sturmdeckel gefahren.

 

 

 

 

M/S Helgoland: In der Weihnachtszeit schmückt traditionell ein sturmerprobter Tannenbaum über der Brücke das Schiff. 

 

 

 

 

Das im Frühjahr zu eröffnende Südhafenterminal geht seiner Vollendung entgegen.

Inzwischen sind auch die Fensterfronten eingesetzt worden.

 

 

 

 

Begonnen hat jetzt auch der Umbau und die Instandsetzung des Binnenhafens. Da in diesem Bereich große Munitionsreste aus den zweiten Weltkrieg vermutet werden, ist zunächst eine aufwendige Kampfmittelräumung notwendig. Nach dem Umbau soll der bisher überwiegend industriell geprägte Ladungsverkehr in den Südhafen verlagert und der Binnenhafen primär touristisch genutzt werden. Während der Kampfmittelräumung kann der Binnenhafen nicht von Schiffen angelaufen werden. Die Börteboote und die Dünenfähre liegen daher im Nord-Ost-Hafen. 

 

 

 

 

Schiffs-Informationen auf der Landungsbrücke:

Erstmals ist während der Winterzeit auch der "Halunder Jet" zu sehen.

 

 

 

In der Weihnachtszeit und im Zeitraum um den Jahreswechsel sollen dieses Mal auf Helgoland touristische Attraktionen Aufsehen erwecken und die Gäste begeistern bzw. zusätzlich auf die Inseln locken:    

 

 

"Piratennest" auf dem Rathausplatz

 

 

 

Glanzpunkt in der dunklen Jahreszeit:

Lichtbögen auf dem Lung Wai (oben) und am Südstrand (unten)

 

 

 

 

 

Märchenwelt am Siemensplatz

 

 

 

 

Fabelwesen in der Märchenwelt

 

 

 

 

Illuminierte Hummerbuden am Binnenhafen

 

 

 

Ein weiteres Highlight, mit dem Helgoland in der Winterzeit aufwarten kann, ist das sogenannte Robben-Watching.

 

 

Auf den Stränden der Düne bringen die Kegelrobben ihre Jungtiere zur Welt, und hier hat man die Gelegenheit, die offenbar ohne Scheu vor dem Menschen frei lebenden Raubtiere aus nächster Nähe zu beobachten.

 

 

Ein ca. vier Wochen altes, noch im Embryonalfell befindliches, Kegelrobbenjunges.

 

 

 

 

Am 30. Dezember liegt der "Halunder Jet" bereit für die letzte Abfahrt des Jahres 2018.

 

 

 

Auf ein Neues in 2019 ...

 

 

 

 

Saisonrückblick 2018 - Ganz nah am Meilenstein

 

Sahara-Sommer und neuer Kat lassen Besucherzahl auf fast 400.000 ansteigen

 

 

Der extrem trockene und heiße Sommer hat auch auf Helgoland seine Spuren hinterlassen:

Die Rasenflächen bei der Standpromenade zeigen sich komplett verbrannt und vertrocknet.   

 

 

 

Bereits im Jahr 2016 kam es zu einer kräftigen Steigerung der Besucherzahl, die das Jahr mit einem Wert von ca. 360.000 Gästen abschließen ließ. Auch im Jahr 2017 konnte man diese Zahl annährend erreichen. In diesem Jahr sorgten u.a. sehr günstige Gegebenheiten wie das lang andauernde Hochsommer-Wetter und das große Interesse am neuen "Halunder Jet" noch einmal für einen deutlichen Schub bei der Besucherresonanz, die sich am Ende des Jahres mit einem Wert um 395.000 Gäste widerspiegelt und der mit beachtlichen 13% über dem Vorjahr liegt.  

 

 

Soweit zunächst der Überblick über die Fahrgastzahlen im allgemeinen. Detailliertere Statistiken für den Zeitraum des Börtebetriebs vom 15. April bis 15. Oktober 2018, die auch einzelne Monate und Wochentage berücksichtigen, hat mir traditionell wieder Dennis Schmidt zur Verfügung gestellt. Die statistischen Erhebungen basieren überwiegend auf privat ermittelten Daten. Als Quelle für die Besucherzahlen und Schiffsausfälle diente in erste Linie der Anrufbeantworter aus dem Nummel-Tower, zur Verifizierung ergänzend auch die Webpräsenz duene1.de. Sofern Gäste auf Kreuzfahrtschiffen nicht separat genannt wurden, wurde die Besucherzahl um die Anzahl der für diesen Kreuzfahrer zugelassenen Passagiere bereinigt (Annahme, daß das Kreuzfahrtschiff ausgebucht war).

 

 

 

Die Abbildung links zeigt die durchschnittliche Besucherzahl pro Tag für die Monate April bis Oktober 2018 im Schnitt, d.h. im April kamen durchschnittlich 723 Gäste pro Tag auf die Insel, im Mai 1.586 Besucher, im Juni 1.642 Besucher usw. Mit 3.913 Gästen wurde der absolute Saison-Höchstwert in diesem Jahr am 7. August erzielt.

 

Sofort ins Auge springt der Monat Juli, bei dem die Besucherresonanz pro Tag um über 500 Gäste üppiger ausfällt als im gleichen Monat des Vorjahres. Auch im Mai waren es pro Tag noch über 350 mehr und im Oktober fast 425.

 

 

 

Die Abbildung links zeigt die absolute Gesamtbesucherzahl für die Monate April bis Oktober 2018.

 

Der besucherstärkste Monat - sonst traditionell immer der August - ist mit 79.978 Gästen in diesem Jahr der Juli, der nur um eine Winzigkeit an der 80.000er-Marke vorbeischrammt und fast 16.000 Zähler vor dem Vorjahreswert liegt. Als zweitstärkster Monat folgt dann mit 75.298 Gästen der August. Bis auf den April heben sich alle Monate teilweise deutlich von den Ergebnissen aus 2017 ab.

 

 

 

 

Links die durchschnittliche Besucherzahl pro Tag für die vergangenen fünf Jahre im Vergleich.

 

Der Juli 2018 ist mit 2.579 Besuchern der mit Abstand beste Wert über alle Monate im Verlauf der letzten fünf Jahre.

 

Auch die Monate Mai, August und Oktober 2018 erreichen in dieser Fünfjahresstatistik

Monatshöchstwerte.

 

Die Monate August bis Oktober verlaufen über die Jahre sehr homogen. In den Monaten davor zeigt sich eine deutlich größere Varianz. 

 

 

 

Die nebenstehende Graphik zeigt die Gesamtbesucherzahl kumuliert für den Zeitraum 15. April bis 15. Oktober 2018.

Nach einem zunächst verhaltenen Saisonauftakt setzt sich die grüne Säule für 2018 immer signifikanter von der roten Säule aus 2017 ab. Ende August zählte man in der aktuellen Saison 265.305 Gäste, einschließlich der vom Jahresanfang bis Mitte April hier nicht erfaßten Personen sogar ca. 305.000 Besucher, d.h. in den ersten 3,5 Monaten des Jahres kamen ca. 40.000 Gäste auf die Insel. Zählt man diese Anzahl zum finalen Wert von 325.951 am Ende des Börtebetriebs hinzu, erreicht man Mitte Oktober eine Zahl von etwa 366.000 Besuchern.

 

 

 

Die Abbildung rechts zeigt die Auswertung der Besucherzahlen nach Wochentagen. Für die Wochentage Freitag - Samstag - Sonntag läßt sich in den letzten fünf Jahren immer der gleiche Verlauf erkennen. Die Wochentage Montag bis Donnerstag sind dagegen in den letzten Jahren indifferent. Mit 2.030 Besuchern pro Tag hat der Mittwoch im Jahr 2018 sogar fast den Samstag erreicht (2.054). Der Montag bleibt mit 1.567 Gästen deutlich hinter dem Vorjahr zurück (1.727). Grund für den Rückgang könnte sein, daß der "Adler-Express" im Vorjahr exklusiv an Montagen von den nordfriesischen Inseln fuhr, in 2018 teilte sich die Nachfrage auf den Zeitraum Montag bis Donnerstag auf.

 

 

 

Auf dem angrenzenden Bild sind die relativen Anteile der Besucherzahlen pro Wochentag für die Jahre 2017 und 2018 aufgetragen. Etwa 16,4% aller Gäste reisen an einem Samstag an, auch 2018 wieder der Wochentag mit der stärksten Nachfrage. Allerdings ist auch in dieser Graphik zu erkennen, daß der Mittwoch mit 16,2% fast gleichgezogen hat. Der Montag und der Sonntag, die im letzen Jahr prozentual deutliche Zugewinne erzielen konnten, haben diese wieder eingebüßt und liegen nun wieder auf dem Niveau vor 2017. Traditionell schwach ist auch erneut die Nachfrage an Freitagen.  

 

 

 

 

Die nebenstehende Übersicht zeigt die Durchschnittsbesucher für die Samstage getrennt nach den Monaten Mai bis September 2018 im Vergleich mit den Durchschnittsbesuchern für die Hooksieltage (wechselweise Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag) in den selben Monaten. Die Reederei Cassen Eils hatte die Anläufe aus Hooksiel mit M/S Fair Lady von 26 im Jahr 2017 noch einmal auf 28 in der aktuellen Saison erhöht. Auch in diesem Jahr konnten, wenn man die Werte der Vorjahre noch im Hinterkopf hat, die Bescherzahlen nicht völlig unerwartet an Hooksiel-Tagen wieder mit den hohen Samstags-Werten konkurrieren. Signifikant ist der August mit durchschnittlich 3.471 Besuchern über alle Hooksieltage. Samstag, der 23.06.2018 wurde wegen mehrerer Schiffsausfälle von der Auswertung ausgenommen. 

 

 

 

In diesem Jahr fuhr die "Helgoland" im Zeitraum 1. Juni bis 31. August mittwochs, donnerstags und freitags bereits um 9:30 Uhr in Cuxhaven ab und ermöglichte den Tagesbesuchern an diesen Wochentagen einen langen Inselaufenthalt von etwa fünf Stunden. An Sonntagen, Montagen und Dienstagen wurde nach dem alten Schema erst um 10:15 Uhr in Cuxhaven abgefahren. Es stellt sich nun natürlich die Frage, ob man über die durchschnittlichen Besucherwerte der Wochentage auf die Resonanz der früheren Abfahrten mit langem Inselaufenthalt schließen kann. Dafür wurden die Vergleichstage Sonntag bis Dienstag und Mittwoch bis Freitag gegeneinander gestellt. Der Samstag als stärkster Tag der Saison geht nicht in den Vergleich ein. Im Mai und September gab es ausschließlich späte Abfahrten ab Cuxhaven (10:15 Uhr), sodaß diese Monate als Vergleichsparameter zur Interpretation der Veränderungsraten dienen. Es wurden nur die Tage erfaßt, an diesen die "Fair Lady" tatsächlich ab Bremerhaven fuhr. Um eine vergleichbare Datenbasis zu gewährleisten, wurden Hooksiel-Termine nicht verwertet, da die Besucherzahlen hier zumeist deutlich höher liegen. Feiertage und statistische Ausreißer durch Schiffsausfälle wurden ebenfalls ausgeschlossen. Auf Basis der dabei noch verbleibenden Tage wurden die durchschnittlichen Tagesgäste in beiden Gruppen Sonntag bis Dienstag und Mittwoch bis Freitag ermittelt und die Veränderungsrate zwischen den Gruppen berechnet.

  • In den Monaten Mai und September 2018, in denen es nur späte Abfahrten gab, liegen beide Gruppen relativ dicht zusammen. Im Juni und Juli liegen die Tage mit den erstmals in 2018 angebotenen frühren Abfahrten um 9:30 Uhr in Cuxhaven mit einen Delta von 33% bzw. 25% deutlich vor den späten Abfahrten. Vergleicht man diese Werte mit jenen aus dem Mai und September 2018, könnte die Resonanz an den Tagen Mittwoch bis Freitag mit den frühren Abfahrten ein vorsichtiges Anzeichen dafür sein, daß sich viele Fahrgäste bewußt für die frühe Abfahrt und den daraus resultierenden längeren Inselaufenthalt entschieden haben. Allerdings zeigt ein Blick auf das Vorjahr, daß es auch dort starke Unterschiede zwischen den Wochentagen Sonntag bis Dienstag und Mittwoch bis Freitag gegeben hat, obwohl 2017 nur späte Abfahrten angeboten wurden. Ein eindeutiges Indiz für die Präferenz der Helgoland-Besucher hinsichtlich der frühen oder der späten Abfahrt ist nach nur einem Sommer also noch nicht greifbar. 

     

     

     

    Die prozentuale Gesamtauslastung aller Schiffe getrennt nach Monaten ist für 2018 nebenstehender Graphik zu entnehmen. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis der tatsächlich angereisten Gäste zur Gesamtkapazität addiert über alle Schiffe. Obwohl sich die Kapazität der Helgolandflotte durch den größeren "Halunder Jet" und die häufigeren Fahrten des "Adler Cat" im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat, konnte - infolge des deutlichen Besucherzuwachses - trotzdem die durchschnittliche Auslastung der Schiffe über die Sommersaison gesteigert werden.

     

     

     

     

     

    In 2018 gab es in der Helgoland-Flotte und in den Fahrplänen bedeutende Veränderungen. Zwar steuerten auch in diesem Jahr wieder maximal sechs Passagierschiffe pro Tag den Roten Felsen an, mit den neuen Katamaranen "Halunder Jet" und "Adler Cat", die den alten "Halunder Jet" und das Einrumpfschnellschiff "Adler-Express" abgelöst haben, kam aber Bewegung in die Flotte. Die "Helgoland" und der neue "Halunder Jet" liefen unverändert den Südhafen sowie der "Adler Cat" wechselseitig den Binnen- oder den Südhafen an. Die "Funny Girl", die "Fair Lady" und die "Lady von Büsum" ankerten weiterhin der Tradition folgend auf der Reede, zumindest steht es so in den Fahrplänen. Insbesondere ab Ende August sah die Realität etwas anders aus. Häufig lagen nicht alle drei Schiffe auf Reede, nach Saisonende der "Fair Lady" teilweise sogar nur noch die mit der Zollmole liebäugelnde "Lady von Büsum" allein - quasi die minimalistische Variante des Anlandungsverkehrs. Unter dem Strich wurden gut 100.000 Gäste über die Reede aus- und eingebootet, das ist ein Wert von etwa 26% (in 2017: ca. 32%).

     

    Bei M/S Helgoland startete wie im letzten Jahr planmäßig am 1. Mai der Sommerfahrplan mit einer um 15 Minuten vorgezogenen Abfahrt in Cuxhaven. Auf den neuen, zwischen dem 1. Juni und 31. August gültigen Fahrplan mit teilweise noch früheren Abfahrten wurde bereits weiter oben ausführlich eingegangen. Neu in diesem Zeitraum war auch die immer samstags zusätzlich durchgeführte Mittagsfahrt mit M/S Helgoland nach und von Cuxhaven. Bei der Katamaran-Verbindung aus Hamburg und Cuxhaven blieben ungeachtet des neuen Schiffes die verlängerten Inselaufenthalte (Dienstag und Donnerstag) erhalten. Auch die "Funny Girl" hatte samstags zwischen Anfang Juli und Anfang September wieder verlängerte Inselaufenthalte von Büsum im Programm. Sonntags nutzte auch der neue "Halunder Jet" im Juli und August die Liegezeit auf Helgoland für Mittagsfahrten nach und von Cuxhaven. Im Juli und August kam es zudem wieder zu Fahrten zum Windpark "Meerwind Süd / Ost". Alternativ zur Verbindung aus Bremerhaven fuhr die "Fair Lady" in diesem Jahr abermals häufiger von Hooksiel nach Helgoland (jetzt 28 Termine). Auf der zweiten Büsum-Verbindung mit der "Lady von Büsum" gab es keine Veränderungen. Der für den "Adler-Express" verkehrende neue "Adler Cat" fuhr fünf Tage pro Woche nach Helgoland. Somit wurde die Anzahl der Verbindungen von den nordfriesischen Inseln zum Roten Felsen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesteigert. Auch von Dagebüll und Norderney gab es in diesem Jahr Verbindungen nach Helgoland. Ursprünglich sollte der "Adler Cat" zudem von Rømø (DK) aus zu Deutschlands Hochseeinsel verkehren und ausschließlich - also täglich - im Helgoland-Dienst eingesetzt werden. Aufgrund mangelnder Nachfrage auf der Rømø-Verbindung blieb diese aber nur als Umsteige-Verknüpfung erhalten, und der "Adler Cat" wurde an zwei Tagen pro Woche aus dem Helgoland-Verkehr abgezogen. Ab Mitte der Saison fuhr der Katamaran fortan samstags und sonntags zwischen Cuxhaven und Sylt.  

     

    Im Jahr 2018 liefen die Kreuzfahrtschiffe "Hanseatic", "Astor", "Hamburg", "Berlin" und "Mein Schiff 3" die Insel Helgoland an. Ein zunächst geplanter Helgoland-Anlauf der "Midnatsol" von Hurtigruten wurde nicht in die Tat umgesetzt.

     

     

    M/S Berlin am 23.08.2018 auf der Nordreede vor Helgoland.

     

     

     

     

    M/S Fair Lady bei stürmischer See auf dem Weg zur Insel.

     

     

    Insgesamt kam es im Jahr 2018 zwischen dem 15. April und dem 15. Oktober bei geplanten 1.007 Fahrten zu 126 Absagen. Somit wurden in diesem Jahr im Zeitraum des Börtebootbetriebs 881 Fahrten durchgeführt (87%). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurden 809 Fahrten durchgeführt (90%). Die absolute Anzahl der durchgeführten Fahrten stieg um 72 an, die relative Quote sank jedoch um 3%. Trotz des fabelhaften Sommers stieg somit die Ausfallquote erstaunlicherweise an. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 fielen 48 von 899 Fahrten aus, 2015 65 von 874 und 2014 66 von 949. An zwei Tagen gab es im Jahr 2018 keine Schiffsverbindung zur Insel (2017 und 2016 bei Helgoland-Flotte mit M/S Helgoland: 3 und 0, zum Vergleich vor der Einführung von M/S Helgoland 2015 und 2011: 7 bzw. 15). An 26 Tagen wurde der Verkehr über den Nord-Ost-Hafen abgewickelt (2017: 20, 2016: 25, 2015: 37, 2014: 31, 2013: 24), was jedoch keine Einschränkung für die Schiffsanbindung bedeutet, sondern lediglich eine durch die vorherrschende Windrichtung verursachte betriebliche Besonderheit. Fahrten mit abweichendem Fahrplan (z.B. wetterbedingter früherer Abfahrt auf Helgoland) wurden bei allen Schiffen übrigens als normale Fahrt gewertet und gehen in die Ausfallstatistik nicht ein, d.h. nur komplett abgesagte Fahrten oder solche, bei denen die Reise auf dem Hinweg abgebrochen wurde (z.B. "Adler Cat" am 31.08.2018 von Norderney), werden gezählt.

     

     

     

    Die nebenstehende Graphik zeigt die geplanten und tatsächlich durchgeführten Fahrten pro Helgoland-Schiff an. Insgesamt sollten 1.007 Fahrten erfolgen, 881 konnten dann schließlich absolviert werden. Der betrachtete Zeitraum zwischen dem 15. April und dem 15. Oktober einschließlich erstreckt sich über 184 Tage. Über diese gesamte Zeitspanne waren täglich Fahrten der "Helgoland", der "Funny Girl" und der "Lady von Büsum" angesetzt. Der "Halunder Jet" griff wegen der  zeitintensiven Überführungsfahrt aus der Bauwerft in Cebu auf den Philippinen erst am 28. April ein und kam somit auf maximal 171 mögliche Fahrten.

     

     

     

    Die nebenstehende Graphik zeigt die absoluten Ausfallquoten aller Helgolandschiffe im Vergleich für die letzten fünf Jahre ("Adler Cat" in 2018, vorher "Adler-Express", der neue "Halunder Jet" in 2018, vorher namensgleicher Vorgänger, "Helgoland" erst ab 2016 im Einsatz). Für M/S Helgoland wird 2016 kein Wert ausgegeben, da es keine Absagen gegeben hat. Der hohe Absolutwert des "Adler Cat" im Vergleich zum "Adler-Express" erklärt sich durch die etwa 5,5-fache Anzahl der planmäßig angesetzten Fahrten. Bei der "Fair Lady" gehen elf Tage zu Beginn der Saison in die Statistik ein, da umfassende Renovierungsarbeiten länger dauerten als geplant.

     

     

     

    Die nebenstehende Graphik zeigt die relativen Ausfallquoten aller Helgolandschiffe im Vergleich für die letzten fünf Jahre ("Adler Cat" in 2018, vorher "Adler-Express", der neue "Halunder Jet" in 2018, vorher namensgleicher Vorgänger, "Helgoland" erst ab 2016 im Einsatz). Auffällig ist die Tatsache, daß der "Adler-Express" 2016 und 2017 sowie der "Adler Cat" in 2018 fast auf die Nachkommastelle die gleiche relative Ausfallquote verbuchen. Der Wert der "Fair Lady" liegt etwa doppelt so hoch wie in den Vorjahren, die anderen Schiffe unterscheiden sich nur marginal von den Vorjahreswerten.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Kein Erbarmen hatte der Wettergott mit Helgoland-Passagieren, die noch zum Saisonende mit der "Fair Lady" von Bremerhaven zur Insel übersetzen wollten. Das stürmische Wetter führte zu Fahrtsagen am 21., 22. sowie 23. September 2018 und hatte das vorgezogene Saisonende ab Bremerhaven zur Folge (oben links). Somit fand die letzte Helgoland-Fahrt von der Wesermündung in diesem Jahr bereits am 20. September statt. Überhaupt war im Monatsvergleich (April (2. Hälfte), Mai bis September und Oktober (1. Hälfte), oben rechts) der September mit allein 37 wetterbedingten von insgesamt 126 Fahrtabsagen in der Saison 2018 am meisten betroffen (29%). In die beiden Monate mit den eindeutig meisten Besucherströmen, der Juli und der August, fielen mit 2% bzw. 10% deutlich weniger Absagen. In die 21% im Mai gehen elf von insgesamt 26 Tagen dieses Monats ein, die aus Fahrtabsagen der "Fair Lady" resultieren, deren Werftaufenthalt nicht fahrplanmäßig beendet werden konnte.

     

     

     

     

    Am 28. April 2018 ging der neue "Halunder Jet" auf seine Jungfernfahrt nach Helgoland. Trotz des für den Katamaran auf der Hamburg-Route relativ späten Saisoneinstiegs, der sich durch die zeitintensive Überführungsfahrt über den halben Erdball nicht eher realisieren ließ, zählte man am Ende der Saison 97.000 Fahrgäste, was einer Auslastung von 81% entspricht. Der erste "Halunder Jet" beförderte in den Jahren 2003 bis 2017 einschließlich im langjährigen Mittel pro Saison etwa 85.200 Passagiere, der Spitzenwert wurde in der Saison 2015 mit 93.531 Fahrgästen erreicht. Stellt man diese Zahlen gegeneinander, muß man zweifelsohne eine gelungene Einführung und eine sehr erfolgreiche erste Saison des neuen "Halunder Jet" konstatieren.

     

     

    Auch der erste "Halunder Jet" ist in neuen Gefilden wieder erfolgreich im Einsatz.

    Bereits seit dem 9. März 2018 verbindet der Katamaran die Stadt Seattle (USA) mit Victoria in British Columbia (CAN).

     

     

     

     

    Saisonfazit:

     

    Nachdem es im Jahr 2016 bei den Besuchern einen Sprung um die 20% nach oben gegeben hatte und die Besucherzahl im Vorjahr nur leicht um ca. 2,5% zurückgegangen war, konnte in diesem Jahr wieder ein kräftiger Besucherzuwachs von ca. 13% erzielt werden. Somit werden am Ende dieses Jahres etwa 395.000 Gäste die Insel Helgoland besucht haben, also ganz dicht dran an der 400.000er-Besucher-Marke. Noch 2015 schien die 400.000er-Grenze ganz weit weg zu sein, nun hat man diesen Meilenstein fast erreicht. Innerhalb von drei Jahren stieg der Besucherzuspruch etwa um beachtliche 30%. Natürlich spielte in diesem Jahr das Wetter mit wie selten zuvor, und der sagenhafte Sommer inspirierte ja quasi zu einem Helgoland-Aufenthalt - ideale Voraussetzungen also für einen Aufwind in der Besucherresonanz. Darüber hinaus fällt auf, daß die bedeutenden Besucherzuwächse 2016 und 2018 mit der Einführung neuer Schiffe und Verbindungen korrelierten und diese mutmaßlich als Zugpferde dienten: War es 2016 die neue "Helgoland" und die Reanimation der Nordfriesland-Verbindung mit dem "Adler-Express", so sind es in diesem Jahr die neuen "Halunder Jet" und "Adler Cat".

                 

     

     

    Ausblick auf das Jahr 2019:

     

    Allem Anschein nach wird es im Gegensatz zur Saison 2018 im nächsten Jahr keine großen Veränderungen im Helgoland-Verkehr geben. Dies zeigen die Fahrpläne der Reedereien für das Jahr 2019, sofern diese schon veröffentlicht sind. Der Fahrplan der "Helgoland", die in diesem Jahr erstmals vom 1. Juni bis 31. August mit früheren Abfahrten in Cuxhaven und daraus resultierenden längeren Inselaufenthalten aufwarten konnte, wird völlig analog ins neue Jahr übernommen. Auch die Zwischenfahrt nach und von Cuxhaven an Samstagen bleibt unverändert im Programm. Beim neuen "Halunder Jet" bleibt es dienstags und donnerstags beim langen Inselaufenthalt, an den anderen Wochentagen wird wieder Wedel angelaufen. Somit hält auch FRS Helgoline an der vertrauten Fahrplan-Gestaltung fest. Nichtsdestotrotz sondiert FRS Helgoline eine Ausweitung des Fahrplans. Erstmals ist der Katamaran auch im Winter um den Jahreswechsel 2018/19 im Helgoland-Einsatz, und im nächsten Jahr erstreckt sich die Saison des "Halunder Jet" vom 16. März bis zum 10. November - so lange wie noch nie zuvor. Die Zwischentouren nach und von Cuxhaven rund um Himmelfahrt und an Sonntagen in den Monaten Juli und August stehen auch wieder auf den Programm. Zudem steuert der Katamaran an vier Terminen den Windpark "Meerwind Süd / Ost" an. Am 18. Mai 2019 startet die "Fair Lady" von Bremerhaven aus in ihre Helgoland-Saison (Saisonende am 20. September). Die Abfahrten ab Hooksiel (24x) werden leicht reduziert. Die erste Abfahrt erfolgt am 27. Mai, die letzte am 22. September 2019. Das Schwesterschiff "Funny Girl" greift am 13. April ab Büsum in das Gesehen ein und fährt bis zum 20. Oktober 2019. Geblieben ist an Samstagen die späte Rückfahrt nach Büsum in der Hauptsaison (06.07. bis 14.09.2019). Noch vor der "Funny Girl" nimmt die "Lady von Büsum" am 30. März ab Büsum unverändert den Betrieb auf und fährt bis zum 3. November 2019. Der Betrieb des "Adler Cat" auf der Route Cuxhaven - Hörnum (Sylt) wird aufgrund der hohen Nachfrage auf dieser Verbindung ausgeweitet. Im Gegenzug bedeutet dies, daß die Helgoland-Fahrten des "Adler Cat" in der Saison 2019 reduziert werden. Es ist davon auszugehen, daß die "Funny Girl", die "Fair Lady" und die "Lady von Büsum" wieder auf der Reede ankern werden, die anderen Schiffe mit Sicherheit direkt im Hafen. Ein hochinteressantes Jahr steht Kreuzfahrt-Enthusiasten auf Helgoland bevor: Mit der "Roald Amundsen" hat sich das neue Flaggschiff von Hurtigruten angesagt. Mit der neuen "World Explorer" von Nicko Cruises kommt ein weiters Schiff zum erstem Mal nach Helgoland. Und auch bei der "Spirit of Discovery" handelt es sich um einen Erstanlauf des Roten Felsens. Die "Spirit of Discovery" von Saga Cruises ist ein auf der Meyer Werft in Papenburg gefertigter Neubau, der an die Stelle der "Saga Pearl II", der altehrwürdigen ehemaligen "Astor" der HADAG, tritt. Weiterhin werden die "Astor" von TransOcean (nicht zu verwechseln mit der ehemaligen "Astor" der HADAG) sowie von Hapag-Lloyd die "Bremen" und das 5-Sterne-Plus-Schiff "Europa" Deutschlands Hochseeinsel anlaufen. Und last but not least schaut auch noch die "Deutschland" - erstmals in Phoenix-Farben - beim Roten Felsen vorbei.

     

     

     

     

     

     

    5. November 2018 - Winterfahrplan 2018/2019

     

    Ab dem 5. November 2018 fährt M/S Helgoland wieder nach dem Winterfahrplan, d.h. die Abfahrt in Cuxhaven erfolgt jetzt erst um 10:30 Uhr, die Abfahrt auf Helgoland schon um 16:00 Uhr. Generell unterscheidet sich der Winterfahrplan der "Helgoland" nicht von dem der letzten Wintersaison. Die anderen Seebäderschiffe befinden sich bis zum Frühjahr in der Winterpause. Der Börtebootbetrieb, der im letzten Teil der Saison ohnehin nur noch in sehr überschaubarem Rahmen stattgefunden hat, endete planmäßig wieder am 15. Oktober. Die Fahrpreise im Winter unterscheiden sich nicht von der Sommersaison. Die Tagesfahrt liegt bei 44,50 EUR (Winterfahrplan 2017/18: 44,- EUR), die einfache Fahrt bei 34,- EUR (unverändert) und die Saisonrückfahrt ist für 52,- EUR (unverändert) zu haben.    

     

     

     

     Gleich zu Beginn des Winterfahrplans ersetzt die "Funny Girl" ab 5. November die "Helgoland", die ihren turnusmäßigen Werftaufenthalt absolviert. Anschließend wir der Winterdienst von der "Helgoland" übernommen.  

     

     

     

    Völlig neu ist der weiter unten bereits angesprochene Helgoland-Einsatz des "Halunder Jet" von Hamburg und Cuxhaven um den Jahreswechsel. Die Fahrpreise orientieren sich an der Preiskategorie A aus dem Sommerfahrplan, d.h. der günstigsten Sommer-Preisklasse. Eine Tagesrückfahrt mit dem "Halunder Jet" kostet demnach im Winter von Hamburg 72,30 EUR (Jet Class), 90,30 EUR (Panorama Class) und 108,30 EUR (Premium Class). Von Cuxhaven bezahlt man für eine Tagesrückfahrt einen Preis von 58,70 EUR in der Jet Class, 68,70 EUR in der Panorama Class und 78,70 EUR in der Premium Class.

     

     

     

    Nachfolgend die Fahrplandaten für die kommende Wintersaison im Detail:

     

    Cuxhaven - Helgoland (Seebäderschiff)

    5. November bis 16. Dezember 2018

    Wochentag Abfahrt Cuxhaven Abfahrt Helgoland
    Montag 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Dienstag 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Mittwoch 10:30 Uhr  
    Donnerstag 10:30 Uhr 07:30 Uhr + 16:00 Uhr
    Freitag 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Samstag 10:30 Uhr  
    Sonntag   13:00 Uhr

     

    17. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019

    Tag Abfahrt Cuxhaven Abfahrt Helgoland
    Montag, 17.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Dienstag, 18.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Mittwoch, 19.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Donnerstag, 20.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Freitag, 21.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Samstag, 22.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Sonntag, 23.12. 10:30 Uhr 14:00 Uhr
    Montag, 24.12.    
    Dienstag, 25.12.    
    Mittwoch, 26.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Donnerstag, 27.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Freitag, 28.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Samstag, 29.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Sonntag, 30.12. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Montag, 31.12. 10:30 Uhr  
    Dienstag, 01.01.   14:00 Uhr
    Mittwoch, 02.01. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Donnerstag, 03.01. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Freitag, 04.01. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Samstag, 05.01. 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Sonntag, 06.01. 10:30 Uhr 16:00 Uhr

     

     

    7. Januar bis 31. März 2019

    Wochentag Abfahrt Cuxhaven Abfahrt Helgoland
    Montag 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Dienstag 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Mittwoch 10:30 Uhr  
    Donnerstag 10:30 Uhr 07:30 Uhr + 16:00 Uhr
    Freitag 10:30 Uhr 16:00 Uhr
    Samstag 10:30 Uhr  
    Sonntag   13:00 Uhr

     

    1. bis 30. April 2019

    Wochentag Abfahrt Cuxhaven Abfahrt Helgoland
    Täglich 10:30 Uhr 16:00 Uhr

     

     

     

    Fahrzeit pro Strecke: ca. 2 1/2 Stunden.

     

     

     

    Hamburg - Cuxhaven - Helgoland (Katamaran)

     

    27. bis 30. Dezember 2018 und 1. bis 6. Januar 2019 (keine Fahrt an Silvester)

     

    Wochentag Abfahrt Hamburg Abfahrt Cuxhaven Ankunft Helgoland Abfahrt Helgoland Abfahrt Cuxhaven Ankunft  Hamburg
    Täglich 09:00 Uhr 11:15 Uhr 12:30 Uhr 17:00 Uhr 18:15 Uhr 20:30 Uhr

     

    Wedel wird nicht angelaufen.

     

     

     

    4. November 2018 - Saisonabschluß auf Helgoland

     

    und von einer Jahresabschlußfahrt, die genau genommen gar keine war ...

     

    Mit dem "Halunder Jet" erstmals im Winter zum Roten Felsen

     

     

    Der "Halunder Jet" am Abend des 4. Novembers 2018 vor den St. Pauli Landungsbrücken.

     

    Hierbei handelte es sich nur vermeintlich um die letzte Tour dieses Jahres, denn FRS Helgoline greift um den Jahreswechsel überraschend in den Winterdienst ein. Somit wird Helgoland erstmals in der Geschichte der Insel im Winter per Katamaran von Hamburg und Cuxhaven angebunden.

     

    Der "Halunder Jet" wird täglich vom 27. Dezember 2018 bis zum 6. Januar 2019 mit Ausnahme des Silvestertages verkehren. Die Fahrzeiten werden jenen des Sommerfahrplans an Dienstagen und Donnerstagen entsprechen, d.h. Hamburg ab 9:00 Uhr, Helgoland ab 17:00 Uhr. Wedel wird folglich nicht angelaufen. 

     

     

     

    3. Oktober 2018 - Mit dem Börteboot zum Kanzleramt

     

    Um den Fortbestand und die Tradition der Helgoländer Börte zu sichern, setzen sich die Helgoländer

    für eine Anerkennung der Börte in die Liste der immateriellen Kulturgüter der UNESCO ein.

     

    Bereits im April 2017 machten sich Kapitäne der Helgoländer Börte mit drei Börtebooten durch den Nord-Ostsee-Kanal auf den Weg zur Landeshauptstadt Kiel, um dort den Antrag auf Aufnahme in das Verzeichnis des UNESCO-Weltkulturerbes der Landesregierung zu überbringen. 

    Um dem Antrag auch auf Bundesebene Nachdruck zu verleihen, reiste eine Delegation jetzt mit zehn Börtebooten noch deutlich weiter, nämlich in die Deutsche Hauptstadt.

     

     

    Boot "Atlantis" am Tag der Deutschen Einheit 2018 vor dem Reichstag.

     

     

    Am 22. und 25. September 2018 machten sich die Börteboote "Atlantis", "Claudia" und "Rasmus" in acht Etappen in Helgoland auf den Weg über Cuxhaven, Glückstadt, Hamburg, Geesthacht, Uelzen, Wolfsburg, Burg bei Madgeburg, und Berlin-Wannsee in das Zentrum Berlins. Unterwegs stießen an mehreren Orten ehemalige Börteboote hinzu, sodaß die Anzahl bis auf zehn Boote in Berlin anstieg. Am 28. September wurde im Rahmen der Fahrt nach Berlin zudem ein Helgoland-Tag in Hamburg durchgeführt, über den an dieser Stelle auch berichtet wird.   

     

     

    Berlin

     

    Am 3. Oktober 2018 erreichen die Börteboote das Regierungsviertel im Zentrum Berlins.

     

     

    Während der Fahrt durch den Spreebogen wird der Konvoi vom Boot "Rasmus" angeführt.

     

     

     

     

    Die Kolonne der Börteboote passiert den Reichstag.

     

     

     

     

    Das Boot "Claudia", wegen des markanten Zierstreifens in orange immer leicht zu identifizieren, vor dem Reichstag.

     

     

     

     

    Am 3. Oktober 2018 jährte sich der Tag der Deutschen Einheit zum 28. Mal. Bis zum Mauerfall hat es an dieser Stelle komplett anders ausgesehen, denn bis dahin war die Spree eine der am besten bewachtesten Grenzen der Welt, die nicht nur Berlin und Deutschland teilte, sondern auch die Welt in Ost und West. Die Spree gehörte in dem Abschnitt am Reichstag, wo sich das Boot "Atlantis" gerade befindet, komplett zum Territorium der Deutschen Demokratischen Republik. Immer wieder versuchten Einwohner der DDR, hier die Grenzanlagen zu überwinden und schwimmend das westliche Ufer der Spree zu erreichen. Für die Opfer, die diesen Schritt mit dem Leben bezahlen mußten, wurde eine Gedenktafel errichtet, die direkt hinter dem Börteboot zu sehen ist.  

     

     

     

     

    Vom Reichstag geht es weiter ...

     

    ... zum Schiffbauerdamm, ...

     

     

    ... wo der Konvoi der Börteboote gegen 11:20 Uhr festmacht.

     

    Im Hintergrund ist der Bahnhof Friedrichstraße zu erkennen.

     

     

     

     

    Nach über einer Woche am Reiseziel angekommen.

     

     

     

     

    Die Flotte der Helgoländer Börteboote am Schiffbauerdamm vom anderen Spreeufer aus gesehen.

     

     

     

     

     

    Wie bereits erwähnt nahmen zehn Boote an der Fahrt nach Berlin teil. Im Detail waren es die immer noch im Anlandungsbetrieb der Börte tätigen Boote "Atlantis", "Claudia" und "Rasmus" sowie die ehemals auf Helgoland eingesetzten Boote "Freya", "Frieda", "Frauke", "Knieper", "Lottjen", "Steingrund" und "Störtebeker".

     

    Im Jahr 2017 auf der Fahrt zur Landesregierung in Kiel waren es auch die Boote "Claudia" und "Rasmus", aber nicht die "Atlantis", sondern das Boot "No.1". Historische Börteboote waren damals nicht involviert.

     

     

     

     

    Die Börteboot-Flotte während der Liegezeit am Schiffbauerdamm.

    Auf dem Boot "Claudia" ist das rote Typhon der ehemaligen "Wappen von Hamburg" zu erkennen,

    das man als akustische Unterstützung auf diese Reise mitgenommen hat.

     

    Im Hintergrund ragt der Berliner Fernsehturm hinter der Halle des Bahnhofs Friedrichstraße in die Höhe.

     

     

     

     

    Gegen 13:00 Uhr macht sich die Helgoländer Delegation auf die Rückreise.

     

     

     

     

    Die Börteboote passieren die Abzweigung zum Humboldthafen und den Berliner Hauptbahnhof.

     

    Die erste Etappe der Rückfahrt führt die Boote zunächst bis zum Wannsee. Von dort geht es innerhalb einer knappen Woche über die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg zurück nach Helgoland.

     

     

     

     

    Hamburg

     

    Am 28. September 2018 legten die Börteboote einen Zwischenstopp in der Speicherstadt und in der HafenCity ein. 

     

     

    Die Boote lagen über Nacht im Sandtorhafen und wurden dann im Laufe des Tages in den Brooktorhafen verlegt.

    Dort wurde im Internationalen Maritimen Museum ein "Helgoland-Tag" abgehalten.

     

     

     

     

    Nachfolgend eine Bilderserie mit den Börtebooten am Anleger "Maritimes Museum": 

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Das hier im Vordergrund zu sehende Boot "Meedland" nahm auf der Veranstaltung in Hamburg teil, im weiteren Verlauf der Reise nach Berlin war die "Meedland" dann aber nicht mehr mit von der Partie.  

     

     

     

     

    Gegen 18:10 Uhr legten die Börteboote dann vom Anleger "Maritimes Museum" ab und führten zum Sonnenuntergang eine abendliche, etwa einstündige Hafenrundfahrt durch. Die Boote verließen den Brooktorhafen Richtung Süden und bogen mit westlichem Kurs auf die Elbe ein, wo im weiteren Verlauf unter anderem die Elbphilharmonie passiert wurde.  

     

     

     

     

     

    Gegen 19:15 Uhr machten die Boote wieder im Sandtorhafen fest. Dort erfolgte auch die Übernachtung, bevor am nächsten Tag die Reise nach Berlin fortgesetzt wurde. 

     

    Auf dem oberen Foto ist links im Hintergrund die legendäre "Seute Deern" zu sehen, die in den Jahren 1961 bis 2003 von der Reederei Cassen Eils im Helgoland-Verkehr eingesetzt wurde und jetzt im Sandtorhafen als Eventschiff liegt.  

     

     

     

     

     

    Die Börteboote "Claudia", "Frauke" (beide oben) und "Knieper" (unten) im Sandtorhafen in der HafenCity.

     

    Wie auch in Berlin ist auf der "Claudia" das Typhon der ehemaligen "Wappen von Hamburg" zu finden.

    Hinter dem Boot "Knieper" sind die Magellan-Terrassen zu erkennen. Die Magellan-Terrassen sind eine der bedeutsamen Parkanlagen in der Hamburger HafenCity. Direkt hier befindet sich auch die Helgoländer Botschaft (auf dem unteren Foto im zweiten Gebäude von rechts).

     

     

     

     

     

    Stilgerechter geht es nicht: Die "Freya" vor der "Seute Deern".  

     

     

     

    Schiffe und Meer - Sommersaison Helgoland 2018

     

     

    Ob mit dem Seebäderschiff oder dem Katamaran - nach Helgoland führen auch im Sommer 2018 wieder viele Wege.

     

     

     

     

     Wie in den vergangenen Jahren hat Dennis Schmidt wieder viele Informationen und umfangreiche Fotos beigesteuert.

     

     

     

    Die Flotte im Überblick

     

    Im Jahr 2018 stießen zwei neue Schiffe zur Helgoland-Flotte hinzu: Der neue "Halunder Jet" von FRS Helgoline ersetzt den namensgleichen Vorgänger und der "Adler Cat" löst den "Adler-Express" bei der Adler-Reederei ab. Da es sich also um Austausch bestehender Einheiten handelt, ist die Anzahl der Schiffe gleich geblieben: Täglich laufen fünf Schiffe die Insel an, durch den montags bis freitags nach Helgoland verkehrenden "Adler Cat" sind es an fünf Tagen pro Woche sogar sechs.  

     

     

    Auch 2018 ankern noch drei Schiffe auf der Helgoländer Reede. Die "Lady von Büsum" (links vorne), die "Fair Lady" (links hinten) und die "Funny Girl" (rechts) sind hier auf der Nordreede zu sehen. Im Vordergrund das Kurmittelhaus, das Museum und die Nordseehalle. 

     

    Im Gegensatz dazu legt der neue "Halunder Jet" (links) wie schon der Vorgänger sowie unverändert auch die "Helgoland" (rechts) direkt im Südhafen an. Hier passieren beide Schiffe fast zeitgleich die Hafeneinfahrt.

     

     

     

     

     

    Der neue "Adler Cat" hat wechselnde Liegeplätze. Häufig legt der Katamaran, wie schon der "Adler-Express" generell in den Vorjahren, im Binnenhafen an (Foto oben im Vordergrund), aber teilweise auch im Südhafen an der Westkaje.   

     

     

     

     

    Full House auf der Reede und im Hafen:

    Auf obigem Bild ist es gelungen, alle sechs Vertreter der Helgoland-Flotte auf einem Foto zusammen zu bringen, obwohl die Liegeplätze der Schiffe inzwischen weit auseinander liegen: Links am Bildrand liegt die "Funny Girl" auf Reede, daneben die "Fair Lady". Rechts am Bildrand hat die "Lady von Büsum" an der Frachtmole des Binnenhafens festgemacht. Der "Halunder Jet" ist im Südhafen zu erkennen, in den die "Helgoland" in Kürze einläuft. In der Mitte des Bildes ist schließlich noch der "Adler Cat" auszumachen, der den Binnenhafen ansteuert. 

     

     

     

    Wie im letzten Jahr werden noch acht Boote im Anlandungsdienst eingesetzt: "Claudia", "Pirat", "No.1", "No.6", "Rasmus", "Sellebrunn", "Atlantis" und "Hamborger Lock".

     

     

     Die Boote "No.1", "Claudia" und "No.6" (von vorne) während des Einbootens vor der "Funny Girl".

     

    Je nach Besucheranzahl ist es möglich, daß nicht alle Boote zeitgleich eingesetzt werden und einzelne Boote im Hafen bleiben. Auch das Börteboot "Uranus" ist weiterhin auf Helgoland heimisch, konnte aber auch 2018 nicht im Anlandungsbetrieb beobachtet werden.

     

     

     

    Die Flotte im Detail

     

     

    Für den neuen "Halunder Jet" ist 2018 die erste Saison im Helgoland-Verkehr. Genau wie der namensgleiche Vorgänger steuert der Katamaran die Insel täglich von Hamburg und Cuxhaven an, an fünf Tagen pro Woche auch von Wedel. Zudem kommen Zusatzfahrten von und nach Cuxhaven sonntags in der Hochsaison und zu Feiertagen sowie auch einige Windpark-Sonderfahrten.

     

     

     

     

     

    M/S Helgoland - im Winter wie auch im Sommer auf der Cuxhaven-Verbindung unterwegs, in diesem Jahr erstmals mit schwarzen Ankern. Bisher waren diese grau lackiert.

    Im Juni, Juli und August fährt die "Helgoland" nach einem neuen Fahrplan, der einen längeren Inselaufenthalt bietet.

    Das Schiff legt ganzjährig im Südhafen an und fährt bei (fast) jedem Wetter.

     

     

     

     

     

     Die "Fair Lady" wurde vor der Saison 2018 umfassend renoviert. In diesem Zuge wurden auch die Rettungsmittel modernisiert und die sich bisher am hinteren Ende der Schornsteinattrappe befindlichen Rettungsboote entfernt. Da bei der "Funny Girl" die Umbauten bereits vor einem Jahr stattgefunden haben, sehen sich die beiden ohnehin schon einheitlichen Schiffe jetzt wieder noch ein bißchen ähnlicher. Aufgrund der Renovierungen und Umbauten startete die "Fair Lady" erst später als geplant in die Saison.     

     

    Nach wie vor ist die Strecke Bremerhaven - Helgoland die Stammroute der "Fair Lady". Die Anzahl der Abfahrten von und nach Hooksiel wurde über die Jahre von 22 und 26 auf jetzt 28 aufgestockt. Die hohen Besucherzahlen an Hooksiel-Tagen deuten bereits vorsichtig darauf hin, daß die Fahrten aus Hooksiel auch in 2018 stark gefragt sind.

     

     

     

     

     

    Die "Funny Girl" ankert von Büsum kommend planmäßig eigentlich auf der Reede. Allerdings kann man im Laufe der Saison beobachten, daß das Schiff auffallend häufig den Südhafen ansteuert und dann auf das Ausbooten verzichtet wird - und das nicht nur bei diffizilen Wetterbedingungen.  

     

     

     

     

     

    Auch die "Lady von Büsum", das zweite Schiff auf der Büsum-Route, geht planmäßig auf der Helgoländer Reede vor Anker, entzieht sich dieser aber auch in diesem Jahr wieder regelmäßig nach dem Ausbooten, um an der Außenpier der Zollmole beim Binnenhafen festzumachen. Dabei versperrt das Schiff einen Teil der Einfahrt zum Binnenhafen. Zum Einbooten kehrt die "Lady von Büsum" meist auf die Reede zurück, bleibt aber auch teilweise an der Zollmole liegen. Am 18. August 2018 konnte sogar die paradoxe Situation beobachtet werden, daß vom Nord-Ost-Hafen eingebootet wurde und die Börteboote die Fahrgäste von dort an der Ostseite der Insel vorbei um die Landungsbrücke herum Richtung Binnenhafen brachten, damit diese dort über die Pforte auf der Steuerbordseite der an der Außenpier der Zollmole liegenden "Lady von Büsum" einsteigen konnten. Ein unerforschliches Mysterium des Helgoländer Anlandungsverkehrs ...

     

     

     

     

     

    Für den "Adler-Express" bringt die Adler-Reederei in diesem Jahr erstmals den aus Norwegen angekauften Katamaran "Adler Cat" zum Einsatz. Abgangshäfen sind Wyk auf Föhr, Wittdün auf Amrum und Hörnum auf Sylt, zeitweise aber auch Dagebüll und Norderney mit Fähranschluß von und nach Norddeich.

    Das neue Schiff macht alternierend im Binnenhafen (oben) oder im Südhafen (unten) fest.

     

     

     

     

    Das siebte Schiff

     

    Genau genommen ist 2018 noch ein siebtes Schiff Bestandteil der Helgoland-Flotte, denn am Anfang der Sommersaison wurde die "Westfalen" der AG Ems durch die Reederei Cassen Eils von Cuxhaven nach Helgoland eingesetzt. Die "Westfalen" ist auf der Insel eine alte Bekannte, denn das Schiff war zwischen 2006 und 2014 als M/S Helgoland von Wilhelmshaven und Hooksiel zum Roten Felsen unterwegs. Nach Ende der Sommersaison 2014 kehrte das Schiff unter dem alten Namen "Westfalen" in den Borkum-Verkehr zurück. Der Schiffsname "Helgoland" wurde anschließend an den Helgoland-Neubau von Reederei Eils vererbt. 

     

     

    Seit einigen Jahren führt der Verein "Rock 'n' Roll Butterfahrt" zu Saisonbeginn eine Charterfahrt nach Helgoland durch. In der Vergangenheit kam dafür die "Fair Lady" zum Einsatz. Da die "Fair Lady" aber in diesem Jahr aufgrund von Umbau- und Renovierungsarbeiten, die sich durch einen Brand im Maschinenraum während der Umbauphase im Frühjahr in die Länge zogen, um den 1. Mai noch nicht zur Verfügung stand, wurde der "Westfalen" diese Aufgabe übertragen. Die Hinfahrt der "Westfalen" nach Helgoland erfolgte am 28. April, zurück nach Cuxhaven ging es am 1. Mai.

     

    Die Bilder oben und unten zeigen die "Westfalen" während der Liegezeit auf Helgoland. Es fällt auf, daß wie bei der "Funny Girl" und der "Fair Lady" die ursprünglich vorhandenen Rettungsboote durch alternative Rettungsmittel ersetzt wurden.

     

     

     

     

     

    Die "Westfalen" legt am 28. April 2018 in Cuxhaven mit Kurs Helgoland zur "Rock 'n' Roll Butterfahrt" ab.

     

     

     

    Da der Neubau M/S Helgoland am 2. und 3. Mai 2018 aufgrund von Werftarbeiten nicht zur Verfügung stand, ersetzte die "Westfalen" anschließend die neue "Helgoland" für zwei Tage auf der Cuxhaven-Route und kam somit sogar für kurze Zeit auch noch einmal im Liniendienst nach Helgoland zum Einsatz. 

     

     

     

    Fahrplanwesen

     

     

    Die Abbildung oben zeigt die Abfahrtstafel für die Seebäderschiffe auf der Helgoländer Landungsbrücke im Normalzustand, d.h. wenn alle täglichen Verbindungen planmäßig durchgeführt werden können.

     

    Die Abfahrtszeiten und Einbootungstreppen aller Schiffe stimmen mit dem Vorjahr überein, d.h. die "Lady von Büsum" wird in diesem Jahr unverändert über die Treppe 3 eingebootet genauso wie die "Funny Girl" über die Treppe 5 und die "Fair Lady" über die Treppe 7. Die Treppe 6 und auch der mittlere Bereich der Auslegerbrücke (Treppe 4) werden auch in diesem Jahr planmäßig nicht zum Einbooten benötigt.

     

    Auch die im Südhafen abfahrenden Schiffe "Helgoland" und "Halunder Jet" werden auf der Landungsbrücke angezeigt. Beim "Halunder Jet" wird Wedel als Zielhafen weiterhin nicht erwähnt. Zudem fällt bei der "Helgoland" die ungewöhnliche Abfahrtszeit von 17:00 Uhr ins Auge. Im Juni, Juli und August fährt das Schiff im Jahr 2018 deutlich später ab (bisher 16:15 Uhr) und kommt teilweise auch deutlich früher auf Helgoland an, sodaß den Tagesgästen jetzt ein Inselaufenthalt von ca. fünf Stunden geboten werden kann. Die Fahrplanumstellung mit den geänderten Ankunfts- und Abfahrtszeiten hat logistische Anpassungen auf der Insel zur Folge. So müssen z.B. Übernachtungsgäste wegen der vorgezogenen Abholung durch den Gepäckservice die Koffer am Morgen des Abfahrtstags in den Hotels eher zur Verfügung stellen, und dies nicht nur für die "Helgoland", sondern für alle Schiffe.

     

    Ein Hinweis auf den "Adler Cat" findet man auf der Abfahrtstafel der Landungsbrücke nur, wenn es Abweichungen zum normalen Fahrplan gibt (Fotos unten).

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Business as usual - Einbooten der Fahrgäste:

     

     

    Links außen an der Auslegerbrücke (Steg 3) liegt Börteboot "No.1", um Passagiere zur "Lady von Büsum" zu bringen, rechts davon (Steg 5) Boot "Pirat" für die "Funny Girl". Das Börteboot "Hamborger Lock" ist gerade von der vordersten Treppe (Steg 7) abgefahren mit Ziel "Fair Lady".

     

     

     

     

    An Samstagen sieht der Fahrplan etwas anders aus. Von Anfang Juli bis Anfang September weicht die Abfahrtszeit der "Funny Girl" aufgrund des längeren Inselaufenthaltes unverändert zu den Vorjahren von den anderen Wochentagen ab (letztes Boot erst 17:20 Uhr). Auf dem Foto oben ist die Abfahrtszeit zwar im gelben Feld mit 15:50 Uhr angegeben, jedoch weist der weiße Zettel unten links darauf hin, daß die "Funny Girl" abweichend im Südhafen abfährt. Hier steht mit 17:30 Uhr dann auch die korrekte Abfahrtszeit. Eine Woche später wurde die "Funny Girl" planmäßig eingebootet, die Abfahrtszeit wurde mit 17:20 Uhr angegeben (Foto unten). Somit differieren beiden Abfahrtszeiten um 10 Minuten. Wird vom Südhafen abgefahren, entspricht die tatsächliche Abfahrtszeit jener, die von der Reederei im Fahrplan veröffentlicht wurde. Wird eingebootet, liegt die Abfahrt des letzten Bootes 10 Minuten vor der im Fahrplan veröffentlichten Abfahrtszeit. Das gilt in dieser Form auch für die "Fair Lady", aber nicht für die "Lady von Büsum", bei der die Abfahrtszeit des letzten Bootes der im Fahrplan genannten Abfahrtszeit entspricht.  

     

    Weiterhin führt an Samstagen die "Helgoland" erstmals im Juni, Juli und August 2018 eine Zwischenfahrt nach und von Cuxhaven durch. Um das notwendige Zeitfenster für diese zweite Tour zu schaffen, bricht die "Helgoland" dann erst am späten Nachmittag um 17:30 Uhr zur Rückfahrt auf. Auf dem Foto oben sind beide Abfahrten (12:30 und 17:30 Uhr) auf der Landungsbrücke angegeben. Auf dem Foto unten fehlt die Zwischenfahrt allerdings, obwohl diese auch am 18.08.2018 durchgeführt wurde.

     

    Schließlich fällt auf nachfolgendem Foto noch die ungewöhnliche Abfahrtszeit der "Lady von Büsum" auf (16:30 statt 15:45 Uhr). Da aufgrund der Tide die Schleuse in Büsum zur planmäßigen Ankunftszeit der "Lady von Büsum" noch geschlossen war, wurde die Zeit vorausschauend in Helgoland abgewartet und die Abfahrt hier um 45 Minuten nach hinten gezogen.

     

     

     

     

     

    An 28 Tagen, der 15.08.2018 (Foto oben) ist einer davon, steuert die "Fair Lady" nicht von Bremerhaven, sondern von Hooksiel den Roten Felsen an. Mit 3.531 Gästen an diesem Tag geht ein sehr hoher Wert in die Besucherstatistik ein. Insgesamt setzt sich der Trend fort, daß an Tagen mit Hooksiel-Verbindung durchweg gute Werte erzielt werden. Auch der besucherstärkste Tag des Jahres 2018 mit 3.913 Besuchern war am Dienstag, den 7. August wieder ein Hooksiel-Tag.

    Hier die Saisonhöchstwerte der Vorjahre zum Vergleich: 3.503 am 14. August 2017 (Montag), 3.344 am 26. Juli 2016 (Dienstag), 3.462 am 13. August 2015 (Donnerstag) und 3.952 am 6. August 2014 (Mittwoch). Beim absoluten Höchstwert aus diesem Jahr handelt es sich also um den besten Wert seit dem 6. August 2014.

     

    Höchstwahrscheinlich die frühe Abfahrt nach Hooksiel (15:20 Uhr) hatte übrigens einen Wechsel der Einbootungstreppen zur Folge. Die "Fair Lady" wechselte mit der "Lady von Büsum" den Steg (von Treppe 7 auf Treppe 3 und umgekehrt). Weit auseinander liegende Abfahrtzeiten der beiden Schiffe, die über Treppe 3 und 5 eingebootet werden, sind von Vorteil, da im Bedarfsfall das später abfahrende Schiff zunächst zurückgestellt werden und bei hohem Passagierandrang dann von beiden Seiten der Auslegerbrücke zum selben Schiff eingebootet werden kann, um die pünktliche Abfahrt zu gewährleisten. Ist das erste Schiff abgefahren, kann dann das zweite Schiff von beiden Seiten bedient werden.

     

     

     

     

    Vorrangig bei Windrichtungen aus Süd bis Südost, aber in den letzten Jahren vermehrt auch bei Wind aus anderen Richtungen, wird das Aus- und Einbooten von der Landungsbrücke zum Nord-Ost-Hafen verlagert. Wie üblich wird auf der Abfahrtstafel auf der Landungsbrücke auf diesen Umstand hingewiesen (Foto oben). Am Nord-Ost-Hafen findet man dann unverändert die Kreidetafel vor (Foto unten). Der Nord-Ost-Hafen ist mit zwei Treppen ausgestattet. Bei der Treppe 3 handelt es sich um den Abstieg gegenüber der Lesehalle, der als Treppe 6 bezeichnete Abgang befindet sich von der Aquariumstraße aus gesehen davor in Richtung östlicher Mole des Nord-Ost-Hafens. Im letzten Jahr wurden die Treppen noch mit den Nummern "1" und "3" bezeichnet.

     

     

     

     

    Beim Einbooten über den Nord-Ost-Hafen werden die Büsumer Schiffe häufig der Treppe 6 zugewiesen (oben). Bevorzugt wenn auch die Dünenfähre den Nord-Ost-Hafen anläuft, ist aber auch ein anderes Szenario zu beobachten. "Witte Kliff" teilt sich dann mit der "Lady von Büsum" die Treppe 3, den beiden größeren Schiffen ist die Treppe 6 vorbehalten (unten).

     

     

     

     

    Das Jahr 2018 wird mit einem sehr sonnigen, heißen und besonders im Norden extrem trockenen Sommer in die Wetterstatistik eingehen. Zudem war im Juli / August über Wochen häufig kaum ein Luftzug über der Nordsee zu spüren.   

     

     

    Am 10. August, dem Jahrestag der deutschen Zugehörigkeit Helgolands, kam es dann jedoch zu einem Wetterumschwung, und auf den Abfahrtsplänen wurde es wieder abwechslungsreich. Die Fahrten der "Fair Lady", der "Lady von Büsum" und vom "Adler Cat" wurden an diesem Tag abgesagt, die "Funny Girl" ging in den Südhafen (oben). Somit wurde kein Schiff aus- oder eingebootet. Zudem fuhr der "Halunder Jet" nach einem abweichenden Fahrplan (unten):  

     

     

    Da die Nordsee am 10. August bis in den Nachmittag hinein aufgewühlt war, sich die Wellen am Nachmittag aber etwas beruhigten, wartete der "Halunder Jet" die höchsten Wellen bis 14:30 Uhr in Cuxhaven ab und startete erst am Nachmittag zur Insel, um die Übernachtsgäste auf die Insel zu bringen bzw. von dort abzuholen. Da sich der "Halunder Jet" nach der Ankunft auf Helgoland quasi ohne Inselaufenthalt schnell wieder auf die Rückfahrt machte, wurden Tagesgäste an diesem Tag nicht befördert.    

     

     

     

     

    An Katamarane im Südhafen hat man sich inzwischen gewöhnt. Der Anblick von gleich mehreren Seebäderschiffen im Südhafen wirkt, zumindest für langjährige Gäste, für die der Blick auf die Schiffe auf der Reede mit Helgoland untrennbar zusammen gehört, dagegen noch immer exotisch. Oben gesellen sich im Südhafen zum "Halunder Jet" noch die "Funny Girl" (links) und die "Fair Lady" in der Bildmitte hinzu. Unten sind sogar drei Seebäderschiffe im Südhafen zu sehen: "Helgoland", "Fair Lady" und "Funny Girl" (v.l.), rechts der "Halunder Jet".      

     

     

     

     

     

    Die "Funny Girl" steuerte ab Ende August bis zum Saisonfinale fast nur noch den Südhafen an und blieb der Reede sowie dem Aus- und Einbooten fern. Fast hatte man den Eindruck, die "Funny Girl" wäre quasi "on the fly" wie die "Helgoland" dauerhaft von Börteboot auf Gangway umgestellt worden, auch wenn im Fahrplan ja das Ausbooten (noch?) annonciert wird. Ein Abschied von der Börte auf Raten?

     

     

     

    Überbleibsel aus der Vergangenheit:

     

     

    Schaut man sich die Bordwand der "Funny Girl" ganz genau an, kann man im Bereich der Helgoland-Pforte unter der weißen Farbe die Buchstaben "Büsu" erahnen (oben). Dieser gehört zum ehemals seitlich aufgebrachten Schriftzug "BÜSUM - HELGOLAND", der die "Funny Girl" letztmals im Frühjahr 2011 zierte (unten). Wenn die "Funny Girl" in den Winterdienst nach Cuxhaven wechselte, war der Schriftzug eigentlich nicht mehr passend, sodaß das Wort "BÜSUM" und der Bindestich in den Wintermonaten gelegentlich mit weißer Farbe überlackiert wurden. Für den nächsten Sommer wurde der BÜSUM-Schriftzug dann erneuert. Auch wenn dieses Szenario schon längst nicht mehr so praktiziert wird, ist auch heute noch ein Restbestand des Schriftzuges vorhanden.  

     

     

     

     

                     Das Standardschiff im Dünenverkehr ist unverändert die "Witte Kliff".

     

     

    Weiterhin werden aber auch Börteboote zur Düne eingesetzt, wenn die Anzahl der Dünengäste so groß wird, daß die tagsüber im 30-Minuten-Takt verkehrende "Witte Kliff" nicht alle Passagiere aufnehmen kann. Mit ein bißchen Glück kommt man also auch 2018 noch auf traditionelle Weise auf die Düne.

     

     

    Wenn um die Mittagszeit die Seebäderschiffe eintreffen, kann man im Dünenhafen mehrere Börteboote in kurzer Zeit beobachten, denn seit einiger Zeit wird der Service angeboten, Gäste von den Schiffen nach der Ankunft direkt auf die Düne zu bringen. Auf dem Foto oben hat das Boot "Hamborger Lock" gerade seine Passagiere im Dünenhafen abgesetzt.  

     

     

     

    "Halunder Jet", der Zweite

     

    In dieser Saison war der neue "Halunder Jet" das beherrschende Thema im Helgoland-Verkehr.

    Nachfolgend eine kleine Bilderserie mit dem neuen Schiff:

     

     

    Der "Halunder Jet" vor Helgoland.

     

     

     

     

     

    Vorbereitungen an den St. Pauli Landungsbrücken für die einhundertste Fahrt am 9. August 2018.

     

    Auf den ersten 100 Fahrten hat der neue "Halunder Jet" ziemlich genau 60.000 Fahrgäste nach Helgoland gebracht.

    Eine einfache Rechnung: Durchschnittlich sind somit jeden Tag etwa 600 Passiere an Bord des Katamarans gegangen, das sind mehr, als der alte "Halunder Jet" überhaupt aufnehmen konnte. Die Auslastung des neuen Schiffes liegt auf den ersten 100 Fahrten also durchschnittlich bei fast 90%.

     

     

     

     

    Exkursion zum Windpark bei Bilderbuchwetter und spielgelglatter See.

     

     

    Der neue "Halunder Jet" schiebt sich an den auf der Reede ankernden Seebäderschiffen vorbei und

    nimmt dann zwischen Felsen und Düne Kurs auf den Offshore-Windpark "Meerwind Süd / Ost".

     

     

     

     

    Die Sicht ist an diesem Tag so vortrefflich, daß man vom Oberland sogar deutlich erkennen kann,

    wie der Katamaran im Windpark nacheinander Windrad um Windrad passiert.

     

    Zurück geht es nicht zwischen Insel und Düne hindurch, sondern über die Westseite des Felsens.

     

     

     

    Aber nicht immer ist die Nordsee rund um Helgoland so bedächtig...

     

    Am 10. und 11.08.2018 mußte sich der "Halunder Jet" in der Deutschen Bucht durch schwere See kämpfen.

     

    Am 11. August wurde das Schiff auf der Rückfahrt von Helgoland Höhe Neuwerk von einer hohen Welle getroffen, wodurch die vordere Reling auf dem Hauptdeck abgerissen wurde. Verletzte gab es nicht, der Aufenthalt von Passagieren ist in diesem Bereich ohnehin nicht gestattet. Trotz dieser Schecksekunde konnte der "Halunder Jet" planmäßig Cuxhaven und dann im weiteren Verlauf Hamburg ansteuern. Da eine Kontrolluntersuchung und die Installation einer provisorischen Reling noch in der darauf folgenden Nacht stattfand, konnte der Katamaran auch am nächsten Tag wieder planmäßig verkehren.

     

     

    Bilder des "Halunder Jet" vom 10. August (oben) und vom 11. August 2018 (unten).

     

    Bei dem Foto vom 11. August handelt es sich mit Sicherheit um eines der letzten Fotos,

     welches das Schiff noch mit der intakten alten Reling zeigt. 

     

     

     

     

    Beim Anlegen des "Halunder Jet" auf Helgoland am 12. August 2018 ist das Schiff mit der provisorischen Reling zu sehen. 

     

     

    Das Provisorium wurde Anfang September 2018 durch eine neue Reling ersetzt.

    Dabei wurde eine abweichende Konstruktion gewählt.

     

     

     

     

    Die fehlende Reling gibt auf diesem Foto den ungehinderten Blick auf das Vorschiff frei.

    Dabei fällt ins Auge, daß bei dieser Fahrt die Frontfenster des Hauptdecks mit Sturmdeckeln verschlossen wurden.

     

     

     

    "Adler Cat", der Erste

     

    Mit dem "Adler Cat" kommt ein weiterer Katamaran in dieser Saison zum ersten Mal nach Helgoland.

     

     

    Von der Finnmark zum Roten Felsen.

     

    In seinem ersten Leben war der Katamaran als "Renøy" noch in Nordnorwegen unterwegs und

    traf in Hammerfest regelmäßig auf Schiffe der Hurtigruten, so z.B. die "Trollfjord" (unten).

     

     

     

     

    Die Planung der Adler-Reederei sah vor, den neu erworbenen Katamaran von regelmäßig wechselnden Abgangshäfen in der Sommersaison täglich Helgoland anlaufen zu lassen. Dies bedeutet eine deutliche Steigerung der Verbindung zu den Vorjahren, in denen der "Adler-Express" nur einmal pro Woche Richtung Helgoland auslief.

     

    Der Fahrplan war zu Beginn der Saison noch anfällig für Änderungen. Neben der Basisverbindung von Föhr - Amrum - Sylt an vier Tagen pro Woche kamen abwechselnd je drei Fahrten pro Woche aus Norderney und Rømø nach Helgoland hinzu. Die Sache hatte nur einen Haken: Die Nachfrage von Rømø wurde offenbar deutlich zu optimistisch eingeschätzt, sodaß man diese Relation bereits Mitte Juni einstellte, noch bevor der Sommer richtig in Fahrt kam. Die Route von den nordfriesischen Inseln wurde zwar an einigen Tagen um die Strecke Dagebüll - Föhr erweitert, mit den durch die Streichung der Rømø-Verbindung offenen Terminen stockte man aber nicht etwa die Anzahl der Norderney-Verbindung auf, sondern kreierte an Samstagen und Sonntagen eine völlig neue helgolandfreie Verbindung von Cuxhaven nach Sylt und zurück. Somit lief der "Adler Cat" entgegen der ursprünglichen Planung Helgoland doch nicht täglich an, sondern nur fünfmal pro Woche. Die Wochenendtouren von Cuxhaven nach Sylt sind allerdings augenscheinlich sehr gut nachgefragt, denn online sind die Fahrten häufig deutlich im voraus ausgebucht.

     

    Mit dem "Adler Cat" versucht man den Spagat fertig zu bringen, die nordfriesischen und die ostfriesischen Inseln gemeinsam mit nur einem Schiff mit Helgoland zu verbinden. Ein logistisches Handikap bei dieser Fahrplangestaltung sind die regelmäßigen Leerfahrten z.B. von Wyk nach Norderney quer über die Deutsche Bucht, in denen der Katamaran kein Geld verdient, aber Kosten verursacht. Auch mit dem "Cat No.1" und der "Funny Girl" hatte man ähnliche Fahrplanmodelle Anfang des Jahrtausends schon einmal versucht, letztendlich aber recht schnell wieder verworfen. Bleibt zu hoffen, daß der "Adler Cat" beide Strecken langfristig erfolgreich bedienen kann.     

     

     

     

    Von Hörnum auf Sylt zum Roten Felsen:

     

     

    Von Wyk auf Föhr über Wittdün auf Amrum kommend hat der "Adler Cat" interessanterweise mit dem Bug am Anleger im Hafen von Hörnum festgemacht. Bevor die Fahrgäste nach Helgoland einsteigen, gehen zunächst einige Passagiere aus Wyk und Wittdün von Bord, denn der "Adler Cat" kann nicht nur für eine Helgoland-Fahrt gebucht werden, sondern verbindet die Inseln Föhr, Amrum und Sylt auch untereinander.

     

     

    Nach Verlassen des Wattenmeeres ist der "Adler Cat" mit maximal 27 Knoten unterwegs und

    braucht knapp zwei Stunden von Hörnum nach Helgoland ...

     

     

     ... dann taucht er hinter der Düne auf (oben).

     

    Das untere Foto zeigt exakt die entgegengesetzte Perspektive vom Katamaran auf die Insel.

     

     

    Obwohl der "Adler Cat" ein vergleichsweise kleiner Katamaran ist, verfügt das Schiff über erstaunlich viele Außenbereiche. Auf jedem der beiden Fahrgastdecks ist das hintere Freideck für Passagiere geöffnet, z.T. befinden sich dort sogar Sitzflächen. Wenn die Witterung es zuläßt, werden zudem die seitlichen Freidecks auf dem oberen Fahrgastdeck freigegeben.

     

     

     

    Anfahrt auf Helgoland:

     

     

     

     

    In diesem Fall wird der Binnenhafen bei den Hummerbuden und der Zollmole angesteuert.

     

     

     

     

     

    Liegezeit auf Helgoland gemeinsam mit der "Lady von Büsum".

     

     

     

     

    Nach dem Inselaufenthalt geht es zurück Richtung Sylt, Amrum oder Föhr.

     

     

     

     

    Ausfahrt aus dem Binnenhafen, dann entschwindet die Insel langsam achteraus.

     

     

     

     

     

    Ende August 2018 konnte man beim "Adler Cat" am Backbordrumpf eine Beschädigung feststellen. Die Spitze am Bug war ebenso verdellt wie der Bereich seitlich dahinter im Bereich der Gummiwulst und der Öffnung im Schanzkleid direkt darüber (unten im Detail).

     

     

    Auf Fotos von Mitte August (unten) konnte diese Blessur noch nicht festgestellt werden.

     

     

     

     

    Der bis zum letzten Jahr montags im Helgoland-Verkehr eingesetzte "Adler-Express" fährt nun auch

    an Montagen wieder seine Stammstrecke zwischen Nordstrand und Hörnum.

     

     

    Der "Adler-Express" zeigt sich in diesem Jahr in einem neuen Farbkleid, das allerdings als nicht besonders gelungen bezeichnet werden muß. Die hellbraunen Elemente (oben) stehen dem Schiff bei weitem nicht so gut wie die früher vorhandenen dezenten blauen Zierstreifen auf einem komplett weißen Rumpf. Der "Adler Cat" hat nach der Übernahme durch die Adler-Reederei auch einen hellbraunen Streifen erhalten, allerdings wirkt er auf dem Katamaran durch den dunkelblauen Rumpf gefälliger. 

     

     

     

    Vom 14. bis zum 16. September war der "Adler Cat" in fremden Gefilden unterwegs und führte nicht-öffentliche Sonderfahrten um den Offshore-Windpark "Thorntonbank" nordwestlich von Oostende (BEL) durch.

     

     

    Die Fahrt am Freitag, 14. September aus Norderney wurde ersatzlos gestrichen, die Wochenendfahrten am 15. und 16. September von Cuxhaven nach Sylt und zurück sollte der Katamaran "Seewind I" übernehmen, der auf Helgoland kein Unbekannter ist (Foto oben) und sonst nur im Werksverkehr zum Offshore-Windpark "Meerwind Süd / Ost" eingesetzt wird. Aufgrund stürmischer Wetterbedingungen mußten die Fahrten aber kurzfristig abgesagt werden und der spektakuläre Einsatz von "Seewind I" zwischen Cuxhaven und Sylt kam leider nicht zustande.     

     

     

     

    Börteboot-Regatta 2018

     

    Traditionell war für den 10. August wieder die Helgoländer Börteboot-Regatta

    angesetzt - in diesem Jahr in der 64. Auflage.

     

     

    Wie in den vergangenen Jahren erhielten die aktuell noch im Anlandungsbetrieb tätigen Boote für die Regatta "Verstärkung" von ehemaligen Booten der Börte, die vom Festland gekommen waren und vom Verein zum Erhalt Helgoländer Börteboote (VzEHB). Das Bild oben zeigt die Boote gemeinsam vor der Regatta im Binnenhafen.

     

     

     

     

    Aufgrund schlechter Wetterbedingungen mit starkem Wind und Regenschauern wurde die Regatta um einen Tag auf den 11. August 2018 verschoben.

     

    Auch am Folgetag war der Wind kräftig unterwegs, sodaß man die Entscheidung traf, auf das Aus- und Einbooten komplett zu verzichten und die Seebäderschiffe im Südhafen anlegen zu lassen.

    Die Börteboot-Regatta wurde aber durchzogen.

     

     

     

     

     

    Die Boote nehmen die Passagiere an Bord, die bei dem Spektakel hautnah dabei sein wollen.

    Aufgrund strammen Windes aus Nord war das Tragen von wetterfester Oberbekleidung nicht die schlechteste Idee.

     

     

     

     

    Start des ersten von vier Rennen mit den Booten "Hamborger Lock", "Rasmus" und "Freya".

    Zu diesem Rennen gehört auch noch das Boot "Claudia", das wegen einer deutlich höheren Maschinenleistung erst mit einer Minute Verzögerung ins Rennen geht.

     

     

    Mit der schnellsten Zeit des Tages von 12:50 Minuten siegte das Boot "Hamborger Lock" im ersten Rennen.

     

    Wegen des stärkeren Nordwindes wurde die Regatta-Strecke dieses Jahr verkürzt. Der nördliche Wendepunkt wurde von der Jugendherberge zum Nord-Ost-Hafen verlegt. Dies erklärt auch die schnelle Siegerzeit in diesem Jahr. Im letzten Jahr wurden für die gesamte Strecke 21:12 Minuten (Siegerzeit) benötigt. Die Reduzierung der Distanz bei höheren Wellen ist nicht völlig ungewöhnlich und wurde zuletzt bei der Regatta im Jahr 2016 durchgeführt. 

     

     

    Während die Boote nach dem Zieleinlauf bereits zur Landungsbrücke zurückkehren, verläßt im Hintergrund erst die "Funny Girl" den Südhafen und macht sich auf den Rückweg nach Büsum - auch wieder ein verborgener Fingerzeig dafür, daß sich der Schiffsverkehr nach Helgoland im Wandel befindet. Früher hatten alle Seebäderschiffe die Reede nach dem Einbooten spätestens 16:45 Uhr verlassen und erst im Anschluß waren die Börteboote dann entbunden für die Regatta. Wenn die Schiffe im Südhafen anlegen, muß darauf natürlich keine Rücksicht mehr genommen werden.

     

    Die Börteboot-Regatta ist immer noch ein elementares Ereignis im Helgoländer Veranstaltungskalender - vielleicht wichtiger denn je, um die Tradition und den Fortbestand der Börteboote zu sichern. Der Tag der Regatta ist stets mit dem Jahrestag der deutschen Zugehörigkeit Helgolands gekoppelt - in diesem Jahr ein Tag, an dem mangels Schiffen auf der Reede kein anreisender oder abreisender Passagier über den Seeweg mit einen Börteboot befördert wurde.

     

     

     

    Neue Südkaje in Betrieb

     

    Die neue Südkaje wird in diesem Jahr regelmäßig - wenn auch nicht jeden Tag - von Passagierschiffen angelaufen.

     

     

    Vorrangig M/S Helgoland macht an der Südkaje fest (oben),

    aber auch die "Funny Girl" (unten) oder die "Fair Lady" können dort gesichtet werden.

    Auf beiden Fotos ist im Hintergrund das in Bau befindliche Südhafenterminal zu sehen.

     

     

     

    Am 10. Juli 2018 wurde das Richtfest für das etwa 3,8 Millionen Euro teure Terminal gefeiert. Investor ist die Plambeck-Gruppe aus Cuxhaven. Im Februar 2019 soll das Gebäude dann bezugsfertig sein und neben einem Aufenthaltsraum sowie einem Café für Passagiere auch Läden, Büros, Logistikflächen und Lagerräume beherbergen. Etwa 60% des Gebäudes wird die Gemeinde für Anforderungen rund um die Passagierabwicklung anmieten.

     

     

     Seitdem 1997 die Katamarane und dann auch Ende 2015 M/S Helgoland dauerhaft im Südhafen festmachen, sind der mangelnde Schutz bei Wind und Wetter und fehlende Sanitärräume in direkter Nähe zu den Schiffen die Achillesferse dieses Anlegebereichs.

     Insofern kann die absehbare Fertigstellung dieses Gebäudes wahrlich als Meilenstein bezeichnet werden.

     

     

     

     

    Kreuzfahrtschiffe

     

    Nachdem in den Vorjahren beständig mindestens ein Phoenix-Schiff pro Saison die Helgoländer Reede ansteuerte, konnte man in 2018 leider kein Schiff von Phoenix Cruises vor der Insel sehen, und auch Hapag Lloyd Cruises hatte in diesem Sommer keine Stippvisite auf Helgoland geplant.

     

     

     

    Mit der "Berlin" von FTI Cruises war aber mal wieder ein ehemaliges ZDF-Traumschiff zu Gast.

     

     

     

    Die auf der Nordreede vor Anker liegende "Berlin" von Oberland aus gesehen.

     

     

     

     

    Die "Berlin" aus verschiedenen Perspektiven von der Wasserseite:

     

     

     

     

     

    Ein Klacks weißer Farbe wäre an einigen Stellen nicht schlecht.

     

     

     

     

    Auffällig bei den Tenderbooten ist die ungewöhnliche Konstruktion mit geschlossenem und offenem Bereich.

     

     

     

     

    M/S Berlin am Abend bei Einbruch der Dunkelheit.

     

     

     

    Da in Hamburg die Kreuzfahrtanläufe unverändert boomen, begegnet man auf der Rückfahrt mit dem "Halunder Jet" auf der Elbe häufig auslaufenden Cruise Linern. Garantiert ist dieses Szenario jeden Samstag, da an diesem Tag wöchentlich mindestes ein AIDA-Schiff aus Hamburg ausläuft.  

     

     

    In diesem Fall sind es sogar Zwei - zuerst die "AIDAsol".

    Aber links am Bildrand (Foto oben) ist schon der nächste Kussmund zu sehen ...

     

     

    Die "AIDAsol" passiert den "Halunder Jet" genau beim Zwischenstopp in Wedel.

     

    Dann folgt die "AIDAperla" in Höhe des Leuchtturms Wittenbergen.

     

     

     

     

    In den letzten zwei Jahren waren es der alte "Halunder Jet" und die "AIDAprima", die sich immer samstags meist zwischen Blankenese und Wedel trafen. Da beide Schiffe nun in anderen Gefilden der Welt unterwegs sind und durch Nachfolger ersetzt wurden, kommen sich in dieser Saison regelmäßig der neue "Halunder Jet" und die "AIDAperla" entgegen.

     

    Bei Ankündigung von der Brücke, daß in Kürze das Kreuzfahrtschiff XYZ entgegenkommen wird, stürmten auf dem ersten "Halunder Jet" sogleich die fotografierwilligen Passagiere auf das Freideck, um dieses bis zur Belastbarkeitsgrenze zu bevölkern. Auf dem neuen "Halunder Jet" sind aufgrund der deutlich umfangreicheren Freidecks solche Situationen wesentlich entspannter. 

     

     

     

    Schiffe von oben

     

    Mit dem Flieger überquerte Dennis Schmidt die Elb- und Wesermündung und fing außergewöhnliche

    Fotos von Helgoland-Schiffen aus der Vogelperspektive ein.

     

     

    Der neue "Halunder Jet" vor Cuxhaven.

     

     

     

    M/S Helgoland in der Elbmündung.

     

     

     

    M/S Fair Lady in der Wesermündung.

     

     

     

    Zurück zur Küste: Blick auf Bremerhaven.

    Am unteren rechten Bildrand ist die weiße "Peter Pan" der TT-Line zu sehen, die in der Werft German Dry Docks um 30 Meter auf nun 220 Meter verlängert wurde und zudem einen neuen strömungsoptimierten Wulstbug erhielt. 

     

     

     

    Dampfeisbrecher "Stettin"

     

    Im letzten Jahr besuchte der in Bremerhaven beheimatete Dampfeisbrecher "Wal" den Roten Felsen. Auch in diesem Sommer konnte man wieder mit einem Dampfeisbrecher nach Helgoland fahren. Dieses Mal war es aber die in Hamburg beheimatete "Stettin", die von Cuxhaven aus Kurs auf Deutschlands Hochseeinsel nahm.

     

     

    Die "Stettin" vor der Abfahrt im Cuxhavener Fischereihafen.

     

     

     

    Von dort ging es zunächst durch die Schleuse ...

     

    ... hinaus auf die Elbe ...

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    ... und dann wurde ordentlich eingeheizt für die Fahrt durch die Deutsche Bucht.

     

     

     

    Informationstafel mit den Schiffsdaten:

     

     

    Demnach ist die "Stettin" das größte kohlebefeuerte Dampfschiff der Welt.

    Die "Stettin" wurde 1933, genau wie fünf Jahre später der Eisbrecher "Wal" auch, auf den Oderwerken in Stettin gebaut.

    Seit der Außerdienststellung 1981 fungiert die "Stettin" als funktionstüchtiges Museumsschiff.   

     

     

     

     

    Helgoland kommt in Sicht.

     

     

     

     

    Genau vor der Düne überholt der neue "Halunder Jet" die "Stettin",

     während die "Helgoland" schon wieder auf dem Rückweg ist.

     

     

     

     

     

    Auf Helgoland angekommen: Die "Stettin" im Südhafen.

     

     

     

     

     

    Wenn die "Stettin" nicht auf Tour ist, liegt sie in Hamburg-Neumühlen im Museumshafen Oevelgönne.

    (Archivfoto aus dem Jahr 2017)

     

     

     

    Flugverkehr

     

    Zum Abschluß traditionell wieder ein Blick auf die Passagierluftfahrt:

     

     

    Unverändert zum Vorjahr steuert die OFD 2018 die Insel Helgoland mit jeweils bis zu vier Flugpaaren täglich von Cuxhaven/Nordholz und Heide/Büsum an.

     

     

     

     

     

    Im Februar 2016 wurde der Flugverkehr aufgrund der Schließung des Flughafens in Bremerhaven von dort nach Cuxhaven/Nordholz verlagert. Das Flugziel Bremerhaven blieb aber am Hangar auf der Düne trotzdem noch bis ins letzte Jahr erhalten. Erst zu dieser Saison wurde es entfernt, allerdings nicht durch das Flugziel Cuxhaven/Nordholz ersetzt (Foto oben). Zudem ist das Logo "OLT" in den großen roten Lettern verjährt.

     

     

     

     

    Die umfangreichen Maßnahmen zum Küstenschutz zwischen Landebahn und Aade sowie auf der Ostseite der Düne sind nach zwei Jahren Bauzeit beendet worden. Die Verlängerung der Hakenbuhne südlich der Landebahn nach Osten konnte bereits im Sommer 2017 abgeschlossen werden, die Verlängerung des Dünendamms Ost sowie der Bau der drei Wellenbrecher dazwischen dann im Herbst 2017. Das Foto oben zeigt die Ostseite der Düne mit den neuen Wellenbrechern, die sich erstmals seit zwei Jahren wieder ohne Baufahrzeuge präsentiert. Unten auf dem Foto ist der Bereich bei der verlängerten Hakenbuhne mit dem Ende der Landebahn zu sehen. Durch die Veränderungen zum Schutz der Düne haben sich die Liegeplatze der Seehunde und Robben augenfällig von diesem Bereich nach Westen verlagert in das Gebiet zwischen Hakenbuhne und Badestrand, zeitweise sogar schon in den bewachten Standbereich hinein.      

     

     

     

     

    Aus aller Welt

     

    In aller Kürze noch ein paar Informationen zu ehemaligen Helgoland-Schiffen, die es nach ihrer Zeit

    in der Deutschen Bucht in andere Teile der Welt verschlagen hat.

     

     

     Die "Frisia III" wurde über Jahrzehnte für die Anbindung von Norderney und Juist aus Norddeich eingesetzt, verkehrte bis einschließlich 1998 aber auch von Norderney, Langeoog und Spiekeroog, teilweise auch von Büsum, nach Helgoland. Ab dem Jahr 2000 kam das Schiff in Finnland unter dem Namen "Koli III" als Tagesausflugsschiff auf diversen Binnengewässern zum Einsatz, ab 2004 dann sogar als kleines Kreuzfahrtschiff mit Mehrtagesfahrten über weite Teile der finnischen Seenplatte. 2008 erfolgte noch ein Namenswechsel zu "BlueWhite Eagle", die Einsätze wurden aber selten. Schließlich wurde das Schiff in eine Bucht des Saimaa Sees bei Papusenranta geschleppt, wo es auf sein Ende wartete. Dieses wurde inzwischen vollzogen: Die ehemalige "Frisia III" wurde nach Turku geschleppt und dort im Oktober 2017 auf der Werft "Turku Repair Yard" verschrottet.

     

     

    Die ehemalige "Atlantis" befindet sich noch in Kissamos auf Kreta. Die Reederei Cretan Daily Cruises hatte geplant, das Schiff nach einer umfangreichen Renovierung in der Saison 2018 für Tagesfahrten einzusetzen. Dazu ist es nicht gekommen. Vermutlich ist der Aufwand für die Auffrischung des Schiffes doch so groß, daß zumindest in diesem Sommer kein Einsatz erfolgte.   

     

     

    Den in den vergangenen zwei Jahren im Werksverkehr zu den Offshore-Windparks vor Helgoland aus eingesetzten Katamaran "Seewind II" konnte man in diesem Sommer nicht mehr vor dem Roten Felsen entdecken. Stattdessen findet man den Katamaran nun unter spanischer Flagge und mit dem Namen "Aigues de Formentera" offenbar aufgelegt in Norwegen auf halber Strecke zwischen Stavanger und Bergen nordöstlich von Langevåg.  

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Das war Helgoland im Sommer 2018.

    Es ist Zeit für die Heimreise - ob mit Katamaran, Seebäderschiff oder Flugzeug ...

     

     

     

     

     

    Zurück in Hamburg.

     

     

     

     

     

    8. Juli 2018 - Uferlos in Seattle

     

    Mit dem "Halunder Jet" (I) nach British Columbia

     

    Nach der Überführung an die Westseite Nordamerikas im November und Dezember des letzten Jahres hat der ehemalige "Halunder Jet" am 9. März 2018 den Betrieb zwischen Seattle (USA) und Victoria in British Columbia (CAN) aufgenommen. Wenn man auf dem früheren "Halunder Jet" sowohl die erste als auch letzte Helgoland-Fahrt miterlebt hat und in 15 Jahren regelmäßig als Fahrgast an Bord dieses Schiffes war, ist es sozusagen fast schon ein Pflichttermin, dem einstigen Helgoland-Katamaran, der jetzt als "Victoria Clipper V" für das FRS-Tochterunternehmen Clipper Navigation unterwegs ist, auch einmal in der neuen Umgebung am anderen Ende der Welt einen Besuch abzustatten. Da auch der neue Helgoland-Katamaran wieder auf den Namen "Halunder Jet" getauft wurde, wird, um Verwechslungen zu vermeiden, der Vorgänger als "Halunder Jet" (I) bezeichnet und die Namen "Halunder Jet" (I) sowie "Victoria Clipper V" synonym verwendet.       

     

     

    Mit dem "Halunder Jet" (I) nach British Columbia.

     

     

     

    Clipper Navigation ist in Seattle auf dem Pier 69 am Nordende des Alaskan Way beheimatet. Auf dem Pier selbst befindet sich das Abfertigungsgebäude für Check-In und Boarding, ein Informations- und Ticket-Office sowie das Clipper Café. Die Schiffe von Clipper Navigation liegen südlich am Pier 69.

     

     

       Auf dem Foto oben ist der "Halunder Jet" (I) rechts direkt am Pier zu sehen. Links ist der "Victoria Clipper IV" zu erkennen, den der "Halunder Jet" (I) auf der Route Seattle - Victoria abgelöst hat, und in der Mitte der "San Juan Clipper", der für die Verbindung von Seattle nach Friday Harbor auf San Juan Island eingesetzt wird.

    Das untere Foto zeigt das Boarding aus der entgegengesetzten Perspektive. 

     

     

    Anders als im Helgoland-Verkehr gibt es auf dem "Halunder Jet" (I) keine festen Sitzplätze mehr, die man schon bei der Buchung reservieren kann. Dagegen gibt es jetzt Boarding Groups, die man beim Online-Check-In erhält, der sieben Tage vor der entsprechenden Fahrt freigeschaltet wird. Eingestiegen wird in der Gruppen-Reihenfolge Pre-Board, Comfort, 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Beim Pre-Boarding gehen Personen, die beim Einsteigen Hilfe benötigen, Senioren und Familien mit kleinen Kindern als Erste an Bord, dann folgen Fahrgäste der Comfort-Class. Anschließend schließen sich die Fahrgäste der Jet-Class in der chronologischen Reihenfolge des Check-Ins in sechs Gruppen an.

     

     

     

    Es geht los ...

       

     

     "Victoria Clipper V" löst sich rückwärts vom Anleger und dreht sich vor dem Pier 69 in Fahrtrichtung.

     

     

     

     

    Zunächst geht es durch die Elliott Bay und den Puget Sound.

     

     

    Links und rechts zieht die reizvolle Landschaft vorbei.

    Unten ist der gewaltige Mont Rainier zu sehen. Hierbei handelt es sich um einem fast 4.400 Meter

    hohen schlafenden Vulkan etwa 90 Kilometer südlich von Seattle. 

     

     

     

     

    Kurs Nordwest Richtung Vancouver Island ...

     

     

     

    Blick auf den hinteren offenen Bereich des oberen Fahrgastdecks.

     

    Nördlich an den Puget Sound schließt sich der sogenannte Admiralty Inlet an. An Steuerbord passiert "Victoria Clipper V" nun Whidbey Island und an Backbord Marrowstone Island. Das Wasser ist hier noch extrem ruhig. Nach etwa 1,5 Stunden Fahrzeit erreicht das Schiff die Straße von Juan de Fuca, die sich westlich zum Nordpazifik öffnet und daher mit etwas mehr Wellengang aufwartet, ohne jedoch den Katamaran spürbar in Wallung zu bringen.

     

     

     

     

    Die einzige ausgeprägte Veränderung auf dem Freideck im Vergleich zur Helgoland-Zeit ist die eliminierte Reling vor dem Kran an Steuerbord, die durch vier Metallketten ersetzt wurde. Was es damit auf sich hat, wird bei der Gepäckentladung in Victoria klar werden ...

     

     

     

    Nach ca. 2,5 Stunden erreicht der "Halunder Jet" (I) Vancouver Island, auf der sich an der Südspitze Victoria befindet, die Hauptstadt British Columbias. 

     

     

     

    Der "Halunder Jet" (I) im Anflug auf den Inner Harbour von Victoria,

    nach übereinstimmender Meinung diverser Reiseführer einer der schönsten Häfen der Welt.

     

     

     

     

     

     

     

    Der "Halunder Jet" (I) vor dem Fairmont Empress Hotel, welches als das ikonische Symbol für die Stadt Victoria gilt.

     

    Die Gepäckboxen stehen bereits auf dem Achterdeck das "Victoria Clipper V". Die Reling vor dem bordeigenen Kran wurde also entfernt, um die Boxen unkompliziert vom Frachtraum auf das Freideck zu verlagern.

    Aber was macht das Gepäck auf dem Freideck ...

     

     

     

    Kurz danach macht der "Halunder Jet" (I) am Clipper Navigation Terminal fest.

    Im Hintergrund ist rechts am Bildrand das Parlamentsgebäude von British Columbia zu erkennen.

     

     

     

     

    Der "Halunder Jet" hat - abweichend zum Helgoland-Verkehr - mit der Backbordseite am Anleger festgemacht. Dies ist insofern überraschend, da sich der bordeigene Kran mit der Ladeluke zum Frachtraum an Steuerbord befindet und dieser die Fracht nur dann auf dem Anleger ablegen kann, wenn das Schiff mit der Steuerbordseite festmacht. Auf dem Foto unten ist aber zu erkennen, daß sich zwischen dem Anleger und dem Schiff ein Ponton befindet, auf dem die Gangways teilweise parallel zum Schiff angeordnet sind und der Abstand zum Anleger für den Kran dadurch viel zu groß wäre, auch wenn das Schiff mit Steuerbord am Anleger liegen würde. Daher bedient man sich eines externen Krans am Anleger mit größerer Reichweite, der die Frachtboxen vom Freideck hebt (Foto oben), die vorher mit dem eigenen Schiffskran vom tiefer liegenden Laderaum dorthin verfrachtet wurden. Übrigens geht man in Seattle identisch vor, auch dort liegt der Katamaran mit Backbord am Pier.

     

     

    Die Lage der Gangway auf der Abbildung oben verdeutlicht weiterhin, daß der Aus- und Einsteig ausschließlich über den Zugang auf dem unteren Fahrgastdeck am Ende des Schiffes erfolgt, der im Helgoland-Verkehr auf der Backbordseite nur in Wedel auf der Rückfahrt benutzt wurde. Die eigentlichen Hauptzugänge mittschiffs auf beiden Fahrgastdecks werden planmäßig offenbar gar nicht mehr genutzt, denn auch in Seattle erfolgt der Aus- und Einsteig über den Zugang achtern.

     

     

    Der Ausstieg der Passagiere in Victoria erfolgt in drei Etappen. Nach der Freigabe des Schiffes werden zuerst die Fahrgäste zum Ausgang gebeten, die kein Gepäck aufgegeben und keine organisierte Tour gebucht haben. Als zweites gehen die Gäste von Bord, die eine organisierte Tour mit Clipper Navigation (z.B. per Bus nach Butchart Gardens) gebucht haben und als letztes schließlich die Passagiere mit aufgegebenem Gepäck. Dies macht insofern Sinn, weil es ja Tagesgäste geben könnte, die ihren Aufenthalt in Victoria dicht durchgetaktet haben und keine Zeit verlieren möchten, auf der anderen Seite aber Passagiere mit Gepäck ohnehin am Anleger warten müßten, weil die Bereitstellung der Koffer logischerweise eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Die Einreiseformalitäten nach Kanada finden direkt nach dem Ausstieg im Terminal von Clipper Navigation statt. Je nachdem, wo man sich in der Personenschlange befindet, kann dieser Vorgang etwa bis zu 45 Minuten in Anspruch nehmen.        

     

     

     

    Die Fahrgasträume im "Halunder Jet" (I) blieben größtenteils unangetastet. Einzige Ausnahme ist der hintere untere Salon auf der Rückseite der Treppe. Hier wurden Ablagen für Gepäck eingebaut (Foto unten):

     

     

    Da man bei Clipper Navigation ein Gepäckstück eigenhändig mit an Bord nehmen kann, mußte eine entsprechende Ablage für die Koffer geschaffen werden. Die Gepäckablage in den Regalen ist ein Grund dafür, daß die Passagiere ausschließlich über den hinteren Zugang zum und vom Schiff geleitet werden, so direkt die Gepäckablegen passieren und nicht mit den Koffern lange Wege durch das Schiff zurücklegen. Hätte man, wie noch im Helgoland-Verkehr, die Mitteleinstiege (je nach Tide mal oben, mal unten) genutzt, wäre die unkomplizierte Ablage der Koffer in dieser Form nicht möglich gewesen. Für die Gepäckregale wurden einige Sitze ausgebaut. Clipper Navigation gibt die Zahl der Sitze mit 550 an, im Helgoland-Verkehr waren es 579. Weitere oder größere Gepäckstücke müssen für 10 US-Dollar im Terminal vor der Abfahrt aufgegeben werden. Diese erhält man am Reiseziel vor den Einreiseformalitäten zurück, da grundsätzlich alle Gepäckstücke zolltechnisch deklariert werden müssen.

     

     

    Alle anderen Salon-Bereiche sehen quasi so aus wie immer. Wenn man die jetzt ausschließlich in Englisch formulierten Informationsschilder an den Wänden und Türen sowie das Clipper Navigation Magazine auf den Tischen, das nun das "Halunder Jet"-Bordbuch früherer Jahre ersetzt, ausblendet, vergisst man aufgrund der gewohnten Atmosphäre fast, mit dem Schiff von Seattle nach British Columbia zu fahren. Alle für Fahrgäste sichtbaren Helgoland-Reliquien, mit Ausnahme einer Helgoline-Fußmatte vor den neuen Gepäckregalen am Eingang zum unteren Salon, die den Weg mit über den großen Teich geschafft hat, wurden allerdings entfernt.

     

     

    Blick in die Comfort Class.

     

     

     

    Neben dem Ausblick nach vorn und mehr Platz gibt es für den Comfort Class-Aufschlag auch bei Clipper Navigation kleine Snacks, Obst sowie Softdrinks und heiße Getränke vom Büffet. Anders als bei Helgoline kann man bei Clipper Navigation bis kurz vor der Abfahrt auch auf dem Schiff gegen Zahlung des Aufschlags in die Comfort Class upgraden.

     

     

     

    Blick in die Jet Class (oberes Foto: oberes Deck hinten; unteres Foto: unteres Deck vorn).

    Anders als bei Helgoline, bei der es mit der Premium Jet Class ab 2016 noch eine dritte Klasse gab und man diese auch im neuen "Halunder Jet" verwirklicht hat, kehrt Clipper Navigation beim "Halunder Jet" (I) zum Zweiklassen-System zurück, d.h. die Zwischenklasse "Premium Jet Class" gibt es nicht mehr. Die rote Farbe der Sitzbezüge oben auf den Sitzen der ehemaligen Premium Jet Class, die im Helgoland-Verkehr die Zwischenklasse optisch signalisierte, blieb trotzdem erhalten und hat aktuell keine Bedeutung.   

     

         

    Das Service-Konzept wurde grundsätzlich in beiden Klassen übernommen: Das Service-Personal kommt von Platz zu Platz und nimmt die Wünsche der Gäste entgegen. Die Speisekarte wurde dem amerikanischen Lebensstil und der Geschmacksrichtung angepaßt. Die Bezahlung an Bord ist nur noch unbar mit Kreditkarte möglich.

     

    Anders als bei Helgoline kann man bei Clipper Navigation auch zollfrei einkaufen. Im Helgoland-Verkehr war und ist dies natürlich nicht möglich, da Helgoland selbst Zollfreigebiet ist. Der Verkauf im "Victoria Clipper V" ist dem im Flugzeug ähnlich, d.h. der Verkauf läuft überwiegend über das Service-Personal, das die Bestellungen der Fahrgäste aus dem an den Sitzplätzen ausliegenden Duty-Free-Flyer aufnimmt. Man kann die Duty-Free-Artikel zwar auch an den Pantries erwerben, der Einbau eines größeren, für Fahrgäste begehbaren Duty-Free-Shops erfolgte aber nicht.    

     

     

     

    Liegezeit in Victoria:

     

     

    Blick über die innere Hafenbucht.

     

     

     

     

     

    "Victoria Clipper V" von der Wasserseite.

     

     

     

     

     

    In der Hafenbucht von Victoria kann man jede Menge Schiffsbewegungen beobachten. So läuft z.B. auch mehrmals täglich die Autofähre "Coho" von Port Angeles (WA / USA) die Stadt Victoria an. Auf dem Foto oben ist der 1959 gebaute Oldtimer links vom "Victoria Clipper V" zu sehen. Im Vordergrund zwei von unzähligen "Badewannen", die in der Hafenbucht von Victoria als Water Taxis eingesetzt werden.

     

     

     

    "Victoria Clipper V" - Fahrplan 2018

     

    Zeitraum Abfahrt Seattle Ankunft Victoria Abfahrt Victoria Ankunft Seattle

    bis 9. September

    (Donnerstag bis Montag)

    7:30 und 15:15 10:30 und 18:00 11:30 und 19:00 14:15 und 21:45

    bis 9.September

    (Dienstag und Mittwoch)

    7:30 10:30 17:00 19:45
    ab 10. September täglich 8:00 10:45 17:00 19:45

       

    Zwischen Mitte September und Weihnachten gibt es an einigen Tagen leichte Fahrplanabweichungen. Sollte man sich also tatsächlich in diesem Zeitraum zur Mitfahrt entschließen, ist vorher ein Blick auf die Clipper Navigation Homepage anzuraten.

     

    Die reine Fahrzeit zwischen Seattle und Victoria bzw. auch in der Gegenrichtung beträgt ca. 2,5 Stunden, also weniger als im Fahrplan angegeben. Da die Freigabe im internationalen Verkehr und die Einreiseformalitäten zusätzlich Zeit beanspruchen, wurde dies im Fahrplan vermutlich auf die reine Fahrzeit aufgeschlagen.

     

     

     

    Zurück nach Seattle:

     

     

    Der "Halunder Jet" (I) legt vom Clipper Navigation Terminal ab.

     

     

    Die Folien auf der Außenhaut, die den "Halunder Jet" in das British-Columbia-Outfit verwandelt haben, hat der Katamaran schon in Hamburg vor der Überführung nach Amerika bekommen. Direkt über der Wasserlinie ist die Folie an der Backbordseite in der hinteren Hälfte des Schiffes inzwischen leicht lädiert, sodaß die grüne Farbgebung aus der Helgoland-Zeit wieder zum Vorschein kommt.

     

     

    "Victoria Clipper V" bei der Ausfahrt aus dem Inner Harbour bei der engsten Stelle zwischen David Foster Way (südlich) und Songhees Walkway (nördlich):

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Neben dem ohnehin schon umfangreichen Schiffsverkehr wird die schmale Ein- und Ausfahrt zum und vom Inner Harbour von Victoria auch noch intensiv von Wasserflugzeugen genutzt. Je nach Windrichtung starten und landen die Flugzeuge sogar gegen die Fahrtrichtung der Schiffe! Im obigen Foto folgt dem "Halunder Jet" (I) eine Twin Otter der Harbour Air, die zum Start nach Vancouver ansetzt.

     

     

     

    Direkt hinter dem "Halunder Jet" (I) durchfährt auch der Katamaran "V2V Empress" die Hafenausfahrt von Victoria.

     

     

     

    Hinaus aus dem Victoria Harbour in die Straße von Juan de Fuca:

     

     

    Im Hintergrund sind die Olympic Mountains zu sehen, die bereits auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten liegen.

     

     

     

     

    Während der Rückfahrt nach Seattle geht allmählich die Sonne hinter den Bergketten der Olympic Mountains unter ...

     

    ... und im letzten Tageslicht hat der "Halunder Jet" (I) Seattle wieder erreicht.

     

     

    Die Skyline von Seattle mit der markanten Space Needle (auf dem Foto links am Rand).

     

    Die Space Needle (dt:. "Weltraumnadel") ist das Wahrzeichen Seattles, das 1962 für die Weltausstellung errichtet wurde.

     

     

     

     

    Abschiedsfoto: Der "Halunder Jet" (I) mit der Flotte von Clipper Navigation am Pier 69 im Abendlicht.

     

     

     

    Als der ehemalige "Halunder Jet" im letzten November die Reise von Hamburg an die Westküste Amerikas antrat, war noch geplant, das Schiff auf der neuen Verbindung zwischen Vancouver und Victoria einzusetzen. Dazu kam es jedoch nicht - der "Halunder Jet" (I) löste dafür den kleineren Katamaran "Victoria Clipper IV" auf der bestehenden Route zwischen Seattle und Victoria ab.

     

    Auf der Route zwischen Vancouver und Victoria wäre der "Halunder Jet" (I) übrigens auf einen Wettbewerber getroffen. Die Reederei V2V setzt seit dem letzten Jahr auf dieser Verbindung den Katamaran "V2V Empress" ein, der bereits auf einem Foto weiter oben in der Hafenausfahrt von Victoria zusammen mit "Victoria Clipper V" zu sehen ist.    

     

     

    "V2V Empress" im Inner Harbour von Victoria.

     

     

     

    "V2V Empress" in der Haro Strait zwischen Vancouver und Victoria.

     

     

    Der Katamaran "V2V Empress" ist 46 Meter lang und 11 Meter breit. Mit einer Kapazität von 254 Passagieren in zwei Klassen ist er deutlich kleiner als der "Halunder Jet" (I) und entspricht in etwa der Größe, die die Katamarane vor der "Halunder Jet"-Ära im Helgoland-Verkehr hatten bzw. der Größe des vom "Halunder Jet" (I) abgelösten "Victoria Clipper IV". "V2V Empress" wurde bereits 1995 in Quebec (CAN) gebaut und war unter dem Namen "Famille Dufour II" zunächst in Ostkanada und im Sankt-Lorenz-Strom unterwegs. Vor dem Einsatz in British Columbia zwischen Vancouver und Victoria wurde das Schiff aber generalüberholt. V2V ist eine Tochtergesellschaft eines australischen Reedereikonzerns. Definiert man Victoria als Fahrtziel des Schiffes, ist der Fahrplan etwas überraschend antizyklisch ausgerichtet, d.h. "V2V Empress" fährt morgens in Victoria ab und erreicht Vancouver am Mittag. Nach kurzem Aufenthalt geht es sofort zurück nach Victoria, wo der Katamaran am späten Nachmittag wieder festmacht. Tagesfahrten nach Victoria sind also mit "V2V Empress" nicht möglich, offenbar hat man ausschließlich die Übernachtungsgäste in Victoria und Umland im Visier. 

     

     

     

    "V2V Empress" in Vancouver im Harbour Flight Centre.

     

     

     

    Zwischen Vancouver und Vancouver Island sind auch noch die Autofähren von BC Ferries unterwegs. Allerdings fahren die Schiffe weder in Vancouver noch in Victoria von Terminals in der Innenstadt ab, sondern von peripheren Orten weit außerhalb der Stadt. Da die meisten Fahrgäste aber mit dem Auto übersetzen, scheint dies kein großes Hindernis darzustellen. Die wichtigste Verbindung ist mit 1,5 Stunden Fahrzeit die Route zwischen Tsawwassen südlich von Vancouver und Swartz Bay nördlich von Victoria.

     

    Einen besonderen Augenmerk verdient BC Ferries aufgrund der Tatsache, daß die Reederei Schiffe einsetzt, die sie bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft in Deutschland bauen ließ. Neben der Förde Reederei Seetouristik (FRS) gibt es also in British Columbia noch weitere "Schnittstellen" nach Flensburg ...   

     

     

    Die Doppelendfähre "Coastal Celebration" ist auf der Route zwischen Tsawwassen und Swartz Bay im Einsatz und wurde im Jahr 2007 bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft in Deutschland gebaut. 

     

     

     

    Östlich von Vancouver Island liegen die sogenannten Gulf Islands, durch die auch die Route zwischen Tsawwassen und Swartz Bay führt. Da alle wichtigen Inseln von BC Ferries erschlossen werden, trifft man fast im Minutentakt auf Fährschiffe dieser Reederei. Ein besonderes optisches Highlight auf der Fahrt zwischen Tsawwassen und Swartz Bay ist die Meerenge zwischen Galiano Island und Mayne Island bei Miners Bay, wo sich die Schiffe mit einem 120°-Haken durch die extrem schmale Durchfahrt zirkeln (Foto oben). Da der direkte Seeweg zwischen Victoria und Vancouver zwischen Galiano Island und Mayne Island hindurch läuft, passiert auch der Katamaran "V2V Empress" diese attraktive Stelle. Wäre der "Halunder Jet" (I) zwischen Victoria und Vancouver in Fahrt gekommen, ist also davon auszugehen, daß auch er diesen Ort durchquert hätte.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Resümee:

     

    Bei zehn bis elf Stunden Flugzeit von Deutschland nach Seattle oder Vancouver und einer Zeitverschiebung von neun Stunden bei deutscher Sommerzeit ist die ganze Sache ein ziemlicher Angang. Wenn man dann aber vor Ort ist, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und wird mit grandiosen Landschaften und attraktiven Städten belohnt und erhält die Möglichkeit zur Mitfahrt auf dem ehemaligen "Halunder Jet" vor dieser großartigen Kulisse als Sahnehäubchen noch oben drauf.

     

     

     

     

    Archiv: News aus dem 1. Halbjahr 2018

     


    © 2018 / 2019  Alexander David

        Letzte Aktualisierung: 26.01.2019